Reisende informierten die Bundespolizei gegen 4.30 Uhr über eine Schlägerei zwischen zwei Flüchtlingsgruppen im Westtunnel des Nürnberger Hauptbahnhofs. Als die Beamten eintrafen, flüchteten sofort mehrere Personen in Richtung der Bahnsteige und des Südausgangs.

Am Tatort befanden sich noch vier Männer, die deutliche Merkmale einer Gewalttat zeigten. Ein 24-jähriger Äthiopier war derart verletzt worden, dass er von einem hinzugezogenen Notarzt in eine Klinik eingewiesen wurde. Ein weiterer 26-jähriger äthiopischer Staatsangehöriger erlitt leichtere Verletzungen. Zwei Eritreer im Alter von 20 und 27 Jahren wurden festgenommen und konnten nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung die Dienststelle wieder verlassen.

Eine sofortige Auswertung der Videoaufzeichnung ergab, dass zuvor zwei Gruppen mit jeweils zehn bis zwölf Männern im Westtunnel aufeinander eingeschlagen haben. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Körperverletzungen ein.