Am Montagabend (20. September 2021) hat Mann einen Hammer auf eine U-Bahn am Nürnberger Rathenauplatz geworfen und dabei einen Jugendlichen verletzt. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Donnerstag (23. September 2021) berichtete, konnte nun in dem Fall ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Es werden aber weiterhin Zeugen gesucht.

Gegen 18.30 Uhr war eine U-Bahn der Linie U2 von der Haltestelle Rathenauplatz in Richtung Flughafen eingefahren. Bei der Ausfahrt trat der Mann an die U-Bahn heran und schleuderte plötzlich einen Hammer gegen die Scheibe der Bahn.

Mann wirft Hammer in Nürnberger U-Bahn: 16-Jähriger verletzt - junge Frau erleidet Schock

Der Hammer durchschlug das Glas und auch die gegenüberliegende Scheibe. Eine 27-jährige Frau wurde nur knapp verfehlt und erlitt, wie zwei weitere Fahrgäste, einen Schock. Ein 16-Jähriger wurde durch herumfliegende Glassplitter verletzt. Der Verdächtige flüchtete unterdessen kurz nach dem Wurf aus dem U-Bahnhof.

Die Polizei veröffentlichte einen Zeugenaufruf und erhielt daraufhin diverse Hinweise - einer davon führte die Kriminalpolizei über intensive Anschlussermittlungen schließlich zu einem 47 Jahre alten Tatverdächtigen. Unter anderem wurden Zeugen vernommen, die Videoüberwachung am Bahnsteig ausgewertet und nach dem Flüchtigen gefahndet. Dabei kamen auch Personensuchhunde zum Einsatz.

Am Mittwochabend (22. September 2021) konnten Beamte der zivilen Einsatzgruppe den Mann in Gostenhof weitgehend widerstandslos festnehmen. Bei einer Durchsuchung fanden sie zudem eine geringe Menge Methamphetamin bei dem 47-Jährigen.

Weitere Zeugen nach Hammerangriff in Nürnberg gesucht

Ein Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen den Mann. Bisher äußerte sich der 47-Jährige weder gegenüber der Polizei noch dem Richter zur Tat. Das Motiv ist bislang unklar. Die Polizei sucht nun weitere wichtige Zeugen.

Anhand der ausgewerteten Videoaufnahmen sind zur Tatzeit gegen 18.30 Uhr zahlreiche Personen auf dem Bahnsteig zu erkennen. Auch wenn sie das Tatgeschehen eventuell nicht selbst beobachtet haben, könnten sie laut Ermittlern hilfreiche Auskünfte geben. Fahrgäste und weitere Zeugen, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden geben sich unter der Rufnummer 0911 2112-3333 mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken in Verbindung zu setzen.

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