Laden...
Nürnberg
Erfolgsmeldung

Großer Jubel in Nürnberg: Stadt bleibt um Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" im Rennen

Freude und Erleichterung in Nürnberg. Die Stadt ist weiter im Rennen um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Eine Jury hat am Donnerstag fünf der acht Bewerberstädte auf die Short-List gesetzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Deutschland darf im Jahr 2025 neben Slowenien eine der beiden Kulturhauptstädte Europas stellen. Im Dezember trifft eine Jury eine Vorauswahl, im Herbst 2020 sollen dann die Titelträger feststehen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Deutschland darf im Jahr 2025 neben Slowenien eine der beiden Kulturhauptstädte Europas stellen. Im Dezember trifft eine Jury eine Vorauswahl, im Herbst 2020 sollen dann die Titelträger feststehen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Großer Jubel in Nürnberg: Die Frankenmetropole ist weiter unter den fünf deutschen Städten in der nächsten Runde um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025". Der Bewerbungsprozess werde nun nahtlos weitergeführt und intensiviert, teilte die Stadt am Donnerstag mit. "Kulturhauptstadt sind wir erst, wenn die zweite Runde positiv für uns ausgeht", sagte Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD).

Leitprojekt in Nürnberg: Sanierung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfeldes

Zu den Leitprojekten, mit denen die Stadt der früheren NS-Reichsparteitage überzeugen will, gehören unter anderem die in den nächsten Jahren geplante Sanierung von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld. Dadurch sollen bisher verschlossene Bereiche des früheren Nazibaus wie der Goldene Saal im Inneren der Zeppelintribüne für Besucher und Kunstschaffende geöffnet werden. Auch die von den Nazis in der ehemaligen sogenannten Führerstadt nie fertiggestellte Kongresshalle soll als "Laboratorium für Kunst und Kultur" genutzt werden, der Innenhof des Torsos war für Opernaufführungen vorgesehen.

Diese fünf Städte sind in der nächsten Runde

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gratulierte zum "tollen Zwischenergebnis". Die Nürnberger Bewerbung habe überzeugt. "Das ist jetzt eine große Chance", sagte Söder laut einer Mitteilung.

Neben Nürnberg wurden Magdeburg, Hannover, Chemnitz und Hildesheim am Donnerstag in Berlin durch eine europäische Jury für die nächste Bewerberrunde ausgewählt, die die Juryvorsitzende Sylvia Amann bekanntgab. Nun muss die Jury-Entscheidung vom Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz gebilligt werden, hieß es.

Nürnberg will 30 Projekte umsetzen

Die verbliebenen Städte müssen ein zweites Bewerbungsbuch vorlegen, in dem sie ihre künstlerischen und kulturellen Programme konkretisieren sollen. Die endgültige Entscheidung soll Ende 2020 fallen. Bis dahin will Nürnberg 30 Projekte umsetzen.

Im Jahre 2025 sollen eine deutsche und eine slowenische Stadt "Kulturhauptstadt Europas" sein. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt im Herbst kommenden Jahres. Der Titel wird von der Europäischen Union seit 1985 vergeben, seit 2007 jeweils an zwei europäische Städte. Deutsche Kommunen waren mit West-Berlin (1988), Weimar (1999) sowie Essen und dem Ruhrgebiet (2010) bisher bereits drei Mal mit dem Titel versehen.