• Mehrere Gewaltdelikte am Nürnberger Hauptbahnhof
  • Körperverletzungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
  • Zahlreiche Ermittlungsverfahren eingeleitet

In der Nacht zum Samstag (09. April 2022) ist es am Nürnberger Hauptbahnhof zu mehreren Gewaltdelikten gekommen. Darüber berichtet die Bundespolizei am Montag (11. April 2022) in einer Pressemitteilung. 

Zahlreiche Einsätze der Bundespolizei am Hauptbahnhof Nürnberg notwendig

Begonnen hat die unruhige Nacht mit einem Einsatz wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte. Gegen 21.15 Uhr wurde ein Mann rauchend im Eingangsbereich des Bahnhofes von einer Streife angetroffen. Die Beamten sprachen ihn auf sein Fehlverhalten an und baten ihn darum, den Bahnhof zu verlassen. Der Mann widersetzte sich der Anweisung und musste deshalb nach draußen geschoben werden. Dabei versuchte der 24-Jährige, einem Beamten ins Gesicht zu schlagen, weshalb er überwältigt werden musste - er leistete enormen Widerstand und beleidigte überdies die Polizisten. Nun wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. 

Gegen Mitternacht gerieten dann ein 17-Jähriger und ein 18-Jähriger am Bahnsteig 1 mit einer dreiköpfigen Personengruppe aneinander. Die erst verbale Auseinandersetzung endete in einer Schlägerei. Im Nachgang meldeten sich noch zwei weitere junge Männer, die ebenfalls von der dreiköpfigen Gruppe angegangen worden sein sollen. Hier leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein. 

Eine Stunde später, gegen 01.00 Uhr, kam es zu einem weiteren Einsatz. Eine 18-Jährige soll einen 23-Jährigen um eine Zigarette gebeten haben, dieser lehnte jedoch ab. Daraufhin kam es erst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit der jungen Frau, anschließend soll die 18-Jährige den 23-Jährigen und einen 24-Jährigen gekratzt und ins Gesicht geschlagen haben. Daraufhin schlug der 24-Jährige einem Unbeteiligten ins Gesicht. Auch hier folge ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung. 

Frau geschlagen: Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet

Gegen 02.00 Uhr beobachtete ein Türsteher einer Diskothek im Hauptbahnhof, wie ein 26-Jähriger einer bislang unbekannten Frau auf der Tanzfläche gezielt ins Gesicht schlug. Die Frau entfernte sich unerkannt und meldete sich auch nicht im Nachgang. Der Schläger wurde allerdings der Bundespolizei übergeben, die abermals ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung einleitete.

In der Mittelhalle des Bahnhofs ging es dann eine halbe Stunde später, gegen 02.30 Uhr, weiter, als sich ein 22-Jähriger und ein 19-Jähriger in die Haare kriegten. Nach einer zunächst verbalen Auseinandersetzung schlugen und traten beide Kontrahenten aufeinander ein. Im Laufe des Geschehens ließ der 22-Jährige von seinem Kontrahenten ab, attackierte dafür aber den Begleiter des Jüngeren und nahm diesen in den Schwitzkasten. Die Beteiligten konnten von Unbeteiligten getrennt werden. Der Grund der Streitigkeit ist nicht bekannt. Auch hier wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Eine Streife wurde dann gegen 03.00 Uhr am Bahnsteig 1 auf einen Mann aufmerksam, der eindeutig als Zeuge einer vorangegangenen Körperverletzung identifiziert wurde. Deshalb sollte er einer Identitätsfeststellung unterzogen werden. Der 18-Jährige verweigerte die Herausgabe seiner Personalien. Auch nach mehrmaliger Erklärung der Sachlage hat sich der junge Mann nicht zu einer geordneten Identitätsfeststellung bewegen lassen. Letztlich musste er unter Androhung und Anwendung von unmittelbarem Zwang nach Ausweisdokumenten durchsucht werden. Hiergegen leistete er massiven Widerstand und musste überwältigt werden. In diesem Fall leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Unmittelbarer Zwang nötig: 18-Jähriger weigert sich, seine Personalien abzugeben

Zur nächsten Körperverletzung mussten Beamte gegen 04.00 Uhr in die Diskothek am Hauptbahnhof eilen. Hier schlug ein 21-Jähriger einem 20-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, nachdem der Jüngere die Begleiterin des Älteren belästigt hatte. Der Geschädigte erlitt leichte Abschürfungen, verzichtete aber auf eine ärztliche Versorgung. Daraus resultierte ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung in dieser Nacht, das die Bundespolizei einleiten musste.