Vor knapp zwei Jahren traf der Sparkurs der kriselnden Air Berlin den Nürnberger Flughafen mit voller Wucht: Hatte sich die Airline schon die Jahre davor etappenweise aus Franken zurückgezogen, so löste sie im Winter 2012/2013 ihr Winter-Drehkreuz in Nürnberg endgültig auf. Diese deutschlandweite Drehscheibenfunktion hatte dem Flughäfen in den Wintermonaten jahrelang eine gleichmäßige Auslastung garantiert.

Auf einen Schlag verlor der wirtschaftlich ohnehin angeschlagene Flughafen im vergangenen Jahr 491.000 Fluggäste; weitere 90.000 Passagiere kostete die Streichung von Air-Berlin-Linienflügen ab Nürnberg. Die Folge: Ein weiterer massiver Umsatzeinbruch und ein erneuter Konzernverlust von 3,9 Millionen Euro.

Der neue Flughafen-Chef Michael Hupe sieht dieses wirtschaftliche Desaster dennoch gelassen - nicht nur, weil es eigentlich die Zahlen seiner beiden Vorgänger sind.