"Gott sei Dank haben die Verdächtigungen die Gemeinde nicht aufgespalten", sagt er heute. Und die Bereitschaft, in Vorra Flüchtlinge aufzunehmen, sei so groß wie vor einem Jahr.


Pfarrer Schukat: Vorra ist nicht braun

Dass der oder die Täter aus der Dorfgemeinschaft kommen, schließt auch Pfarrer Schukat aus. "Ich bin zwar erst zwei Jahre hier. Aber da bin ich mir 100 Prozent sicher, dass Vorra nicht braun ist", macht der Geistliche deutlich. Im Gegenteil: In all den Monaten habe es nie Kritik an der Arbeit des Asyl-Helferkreises gegeben. Eher hätten sich zuletzt die Hilfsangebote in der Bürgerschaft verstärkt. Und Dank der zunehmenden Kontakte zu den im Nachbarortsteil Alfalter untergebrachten Flüchtlingen gebe es so gut wie keine Vorbehalte im Dorf, sagt Schukat. "Wenn die Leute mit den Asylbewerbern in Kontakt kommen, merken viele "Hoppla, die sind ja ganz nett"."

Von Klaus Tscharnke, dpa