Im Vorfeld der Begegnung des 1. FC Nürnberg gegen Eintracht Braunschweig stellten Einsatzkräfte im Bereich der Innenstadt eine größere Personengruppe von Anhängern aus Braunschweig fest. Die Personen waren zum Teil bereits vermummt oder vermummten sich beim Eintreffen der Polizeibeamten. Zudem führten sie diverse Metall- und Plastikstangen mit sich, teilte die Polizei am Sonntagabend mit.

Nachdem die niedersächsischen Gäste einer Personenkontrolle unterzogen werden sollten, forderten die Beamten die Gruppe auf, anzuhalten. Dieser Aufforderung kamen sie nicht nach, sondern versuchten zunächst die Kontrolle zu umgehen und liefen danach wieder zurück in Richtung Lorenzkirche.

Als sie am Hallplatz ankamen, trafen weitere Einsatzkräfte ein. Daraufhin versuchten die Fußballanhänger in Richtung Luitpoldstraße zu flüchten. Den Beamten gelang es die Gruppierung unter dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken anzuhalten. Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.

Aufgrund des äußerst aggressiven Auftretens der Braunschweiger Fußballanhänger und des Mitführens diverser gefährlicher Gegenstände nahmen die Beamten die Gruppe (darunter 33 Gewalttäter und fünf Personen mit bundesweitem Stadionverbot) nach Rücksprache mit dem zuständigen Ermittlungsrichter bis nach Spielende in Gewahrsam.

Unmittelbar vor der Gewahrsamnahme entledigte sich die Personengruppe der mitgeführten Gegenstände und versteckte sie teilweise in Lüftungsgittern und Blumentöpfen.


Sturmhauben, Messer und Metallstangen sichergestellt

Folgende Gegenstände konnten sichergestellt werden: 18 Zahnschutz, 6 Paar Handschuhe (davon 5 Paar Quarzhandschuhe), 95 Vermummungsgegenstände (1 Dreieckstuch, 9 Sturmhauben, 39 Ninja-Caps, 46 Schlauchschals), 22 Fahnenstangen, 2 Scheckkartenmesser, 2 Tüten mit Marihuana, 1 Tüte mit weißem Pulver (Zusammensetzung wird noch geprüft), 1 Tüte mit diversen Aufklebern (Spuckies).

Insgesamt wurden zehn Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz unter anderem eingeleitet.

Während des Fußballspieles und nach der Begegnung kam es nach Polizeiangaben zu keinen weiteren nennenswerten Störungen. ak/dvd