• Frankens Corona-Zahlen insgesamt weiter gesunken
  • Aktuell 14 fränkische Regionen unter Inzidenzwert 100 (Stand: 07.05.2021)
  • Region Coburg und Stadt Schweinfurt sind Bayerns Corona-Hotspots
  • Landkreis Kitzingen hat niedrigste Inzidenz in Franken
  • Frankenweit insgesamt über 189.000 Menschen positiv getestet
  • Mehr als 5300 Corona-Infizierte in Franken bislang verstorben

Das Coronavirus hält die Welt, Deutschland und Franken seit mehr als einem Jahr in Atem. Seit Beginn der Pandemie sind in Franken 189.068 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 5353 Corona-Infizierte sind in Franken bislang verstorben. Dennoch scheint sich die Lage in Deutschland und in der Region allmählich zu entspannen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte unlängst eine Reihe von Corona-Lockerungen an. Diese betreffen vor allem den Tourismus aber auch die Außengastronomie.

Update vom 07.05.2021: Zwei fränkische Regionen unter Deutschlands Top-5-Hotspots

Die Corona-Lage in Franken insgesamt entspannt sich weiter. 14 von 37 Regionen weisen heute (Stand 07.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI) einen Inzidenzwert von unter 100 auf - das sind doppelt so viele wie noch vor wenigen Tagen. Eine Region liegt an diesem Freitag sogar schon bei einem Inzidenzwert unter 50. Auf der anderen Seite gibt es aber auch in Franken noch Regionen mit sehr hohen Inzidenzwerten. Zwei davon befinden sich am Freitag sogar unter den bundesweiten Top 5. 

Corona-Hotspots: Vier der fünf Regionen mit den höchsten Werten in Bayern liegen in Franken

An diesem Freitag weisen noch 14 von 37 Regionen in Franken einen Inzidenzwert von mehr als 100 auf. Vor genau einer Woche, am 30.April, waren es noch ganze 34. Eine Entspannung der Corona-Lage ist also zu beobachten - doch es gibt auch Ausnahmen im negativen Sinne. Vier Regionen (vor einer Woche waren es noch zehn) weisen einen Inzidenzwert von 200 und mehr auf, ein Landkreis hat sogar wieder die 300er-Marke geknackt. 

Hier den Corona-Selbsttest bei Aponeo anschauen

Aktuell hat vor allem die Region Coburg mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen. Der Landkreis weist aktuell mit einem Wert von 303,18 den höchsten Wert in ganz Bayern auf. Deutschlandweit liegen nur noch zwei andere Regionen über diesem Wert, nämlich der Saale-Orla-Kreis (483,1) in Thüringen und der Erzgebirgskreis (305,7) in Sachsen. Platz 2 in Bayern liegt ebenfalls in Franken, nämlich die Stadt Schweinfurt. Hier liegt die Inzidenz bei 273,28 - wobei der Wert seit einigen Tagen wieder zurückgeht. Deutschlandweit liegt Schweinfurt auf Platz 5. Platz 3 und 5 in Bayern gehen ebenfalls an Franken. Auf dem dritten Rang liegt die Stadt Coburg mit einer Inzidenz von 238,61 und an fünfter Stelle die Stadt Hof mit 216,04. Dazwischen liegt noch der Landkreis Unterallgäu mit einer Inzidenz von 220,17.

Die zwei fränkischen Corona-Hotspots haben sich am Freitag öffentlich an das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gewandt. Die Oberbürgermeister von Coburg und Schweinfurt haben eine klare Forderung an Gesundheitsminister Klaus Holetschek: mehr Impfstoff. 

Appell an Holetschek: Coburg und Schweinfurt wollen mehr Corona-Impftstoff

Coburg erhalte laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Landratsamt "viel weniger Impfstoff als andere Landkreise in der Region". Dies sei laut OB Dominik Sauerteig mit ein Grund für die derzeit angespannte Corona-Situation vor Ort. Während die Impfquote bei Erstimpfungen in Coburg am Freitag bei knapp über 30 Prozent liege, sei sie in den umliegenden Landkreisen zum Teil bis zu zehn Prozentpunkte höher. Politiker aus der Region Coburg haben deshalb einen gemeinsamen Brief an Holetschek verfasst. „Der Wettlauf gegen das Virus“, heißt es darin, sei zum „Wettrennen der Impfzentren bzw. der Regionen mutiert.“ Obwohl in den Coburger Impfzentren noch nie eine Impfdosis mangels Nachfrage verworfen wurde, seien Stadt und Landkreis im Vergleich „abgehängt“.  

Aus Schweinfurt sind ähnliche Forderungen zu hören - allerdings ohne den Vorwurf der Ungleichbehandlung der Landkreise in Bayern. Oberbürgermeister Sebastian Remelé wandte sich aber ebenfalls in einem Schreiben an Staatsminister Holetschek, um ein Sonderkontingent an Corona-Impfstoff zu bekommen. „Da kein konkretes Ausbruchsgeschehen in der Stadt Schweinfurt ausgemacht werden kann, müssen wir weiter von einem diffusen Infektionsgeschehen ausgehen. Das bedeutet, wir müssen damit rechnen, dass kurz- und mittelfristig keine erhebliche Entlastung der Situation eintritt. Wir brauchen daher dringend mehr Impfstoff für mehr Sicherheit“, erklärt der Schweinfurter OB.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1. Landkreis Coburg: 303,18
  2. Stadt Schweinfurt: 273,28
  3. Stadt Coburg: 238,61
  4. Stadt Hof: 216,04
  5. Stadt Nürnberg: 199,09
  6. Landkreis Schweinfurt: 196,63
  7. Landkreis Kronach: 185,79
  8. Stadt Fürth: 184,44
  9. Landkreis Lichtenfels: 178,21
  10. Landkreis Hof: 143,46

Einer schafft es unter 50: Landkreis Kitzingen mit niedrigster Inzidenz in Franken

Spitzenreiter im positiven Sinne ist der Landkreis Kitzingen. Am Freitag (07.05.2021) weist er als einziger Landkreis in Franken einen Inzidenzwert unter 50 auf (48,27). Lediglich der Landkreis Neustadt an der Waldnaab und die Stadt Passau haben im Freistaat Bayern niedrigere Werte. 

Ebenfalls auf einem guten Weg ist weiterhin die Stadt Bamberg. Mit einer Inzidenz von 55,67 liegt sie von hinten betrachtet auf Platz 4 in Bayern. Und immerhin noch ein weiterer Landkreis in Franken kommt auf eine Inzidenz von unter 70, nämlich der Landkreis Würzburg (65,93.)

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1. Landkreis Kitzingen: 48,27
  2. Stadt Bamberg: 55,57
  3. Landkreis Würzburg: 65,93
  4. Landkreis Main-Spessart: 72,92
  5. Stadt Schwabach: 73,20
  6. Landkreis Bayreuth: 74,28
  7. Stadt Erlangen: 76,43
  8. Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 78,45
  9. Landkreis Erlangen-Höchstadt: 80,87
  10. Stadt Würzburg: 85,20

Fazit: Am Freitag (07.05.2021) ist weiterhin eine Entspannung der Corona-Lage in Franken zu beobachten. Im Großen und Ganzen sinken die Inzidenzwerte kontinuierlich, weshalb der Schritt zu weiteren Lockerungen in Bayern einleuchtet. Dennoch befinden sich in der Region weiterhin einzelne Hotspots, die im bundesweiten Vergleich hohe Infektionszahlen vorweisen. Man kann also noch nicht sagen, dass die dritte Infektionswelle im Griff ist.

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Liveticker.

Rückblick vom 04.05.2021: Die drei bayerischen Corona-Hotspots liegen in Franken 

Die Covid-19-Situation hat sich in Franken zuletzt ein wenig entspannt. Grund für Entwarnung gibt es aber noch nicht. Aktuell weisen nur sieben fränkische Regionen einen Inzidenzwert von unter 100 auf, wie ein Blick auf die Frankenkarte verdeutlicht. Die bundesweite Notbremse sieht für Städte und Landkreise mit einer Inzidenz von mehr als 100 an drei aufeinander folgenden Tagen verschärfte Corona-Regelungen vor - etwa nächtliche Ausgangssperren. Auf diese Weise soll die immer stärker gewordene dritte Corona-Welle zum Erliegen kommen. 

Corona-Hotspots: Schweinfurt, Hof und Kreis Coburg mit höchsten Inzidenzwerten Bayerns

Am Dienstag haben 30 der 37 fränkischen Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 100 (Stand: 04.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Vor genau einer Woche, am 27. April, waren es 36 Regionen. 

Frankens Corona-Hochburg ist augenblicklich die Stadt Schweinfurt. Hier weist die 7-Tage-Inzidenz momentan einen Wert von 331,30 auf - das ist die höchste Inzidenz in ganz Bayern (Platz 4 in Deutschland). Auf Bayerns Platz 2 folgt die Stadt Hof mit einer Inzidenz von 296,78 (Platz 6 In Deutschland). Die drittmeisten Neuinfektionen innerhalb Bayerns gibt es im Augenblick im Landkreis Coburg. Der Corona-Wert beträgt dort gegenwärtig 261,68. Damit liegen die drei bayerischen Corona-Hotspots im Augenblick allesamt in Franken.

Die kreisfreien Städte Fürth und Coburg haben ebenfalls einen Inzidenzwert von mehr als 200. Dasselbe gilt für die Landkreise Kronach, Lichtenfels und Schweinfurt. Die Stadt Aschaffenburg liegt dagegen knapp unterhalb der 200er-Marke. 

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Stadt Schweinfurt: 331,30
  2.  Stadt Hof: 296,78
  3.  Landkreis Coburg: 261,68
  4.  Stadt Fürth: 217,90
  5.  Stadt Coburg: 211,82
  6.  Landkreis Kronach: 208,26
  7.  Landkreis Lichtenfels: 206,66
  8.  Landkreis Schweinfurt: 201,83
  9.  Stadt Aschaffenburg: 198,59

Inzidenz von 59,15: Landkreis Würzburg mit den bayernweit wenigsten Neuinfektionen

Wie erwähnt, weisen momentan sieben fränkische Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von unter 100 auf (Stand: 04.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI) - immerhin. Denn vor genau einer Woche, am 27. April, war es nur eine einzige Region: der Landkreis Würzburg.

Der Landkreis Würzburg weist auch jetzt die niedrigsten Corona-Zahlen in Franken auf. Hier liegt die Inzidenz am Dienstag bei 59,15 - das ist der niedrigste Wert in ganz Bayern. Auf Frankens Platz zwei folgt die Stadt Bamberg. Dort beträgt der Corona-Wert 78,84. Die frankenweit drittwenigsten Neuinfektionen - mit einer Inzidenz von 79,98 - gibt es in der Stadt Erlangen.

Auch die kreisfreie Stadt Schwabach liegt unter der 100er-Grenze. Dasselbe gilt für die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Weißenburg-Gunzenhausen. Der Landkreis Bayreuth hat dagegen einen Corona-Wert von knapp über 100.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Landkreis Würzburg: 59,15
  2.  Stadt Bamberg: 78,84
  3.  Stadt Erlangen: 79,98
  4.  Stadt Schwabach: 85,41
  5.  Landkreis Kitzingen: 86,67
  6.  Landkreis Main-Spessart: 92,74
  7.  Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 99,23
  8.  Landkreis Bayreuth: 100,32
  9.  Landkreis Nürnberger Land: 105,39
  10.  Landkreis Forchheim: 106,71

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Liveticker.

Foto Coburg: Jochen Berger

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegenzulassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.