Jetzt ist die Derby-Lust beim 1. FC Nürnberg erst recht richtig groß. Nach dem Befreiungsschlag beim 4:1 gegen den VfL Osnabrück fiebert der "Club" dem ewig brisanten Duell mit dem Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth noch ein bisschen mehr entgegen. "Es ist natürlich auch geil, vor dem Derby einen Sieg zu holen. Wir freuen uns jetzt extrem drauf. Das wird eine große Herausforderung, auf die wir Bock haben", sagte Trainer Robert Klauß.

Nach zuvor fünf sieglosen Partien in der 2. Fußball-Bundesliga war es für sein von Anfang an mutig agierendes Team erst der zweite Saisonsieg, wodurch es sich in der Tabelle auf Platz zehn verbesserte. Manuel Schäffler (25. Minute, 71.), Fabian Nürnberger (29.) und Felix Lohkemper (43.) erzielten die Treffer für die Gäste. In der 90. Minute war der Ex-Nürnberger Sebastian Kerk per Foulelfmeter für Osnabrück erfolgreich.

Heiß aufs Derby

"Die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, war gut. Wir haben die zweiten Bälle fast alle erobert, waren in den Fifty-Fifty-Zweikämpfen fast immer der Sieger", sagte der herausragende Schäffler. "Es ist für uns unglaublich geil, mit einem Sieg ins Derby zu gehen. Wir sind heiß. Wir wissen alle, was Derby bedeutet."

In die große Freude über den Sieg und die Vorfreude auf das Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den erfolgreich aufspielenden fränkischen Rivalen mischte sich aber auch die Sorge um Pascal Köpke. Der Stürmer verdrehte sich in der Anfangsphase das Knie und musste verletzt raus. Weitere Untersuchungen sollten Aufschluss über die Schwere der Verletzung beim Stürmer bringen.

Der für Köpke eingewechselte Nürnberger traf, auch die Teamkollegen - allen voran Schäffler - präsentierten sich stark im Abschluss. "Zuletzt hat uns vorne manchmal die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, die haben wir heute gezeigt und deshalb verdient gewonnen", sagte Johannes Geis. "Wir können uns jetzt kurz freuen, aber dann ist Derbywoche. Das Spiel muss uns Schwung geben. Wir wollen dieses 4:1 jetzt im Derby für unsere Fans vergolden."

Trainer Klauß warnte allerdings postwendend, dass vor der Aufgabe gegen die Fürther trotz des nie gefährdeten Sieges in Niedersachsen noch einiges verbessert werden muss. "Die Jungs haben nach diesem Erfolgserlebnis gelechzt. Das hilft uns enorm, auch für unsere weitere Trainingsarbeit", sagte der Coach. "Wir sind aber noch längst nicht da, wo wir hinwollen. Das hat man dann auch im zweiten Durchgang gesehen. Wir haben nicht über 90 Minuten ein perfektes Spiel geboten, haben also noch viel Arbeit vor uns."