Die Anzahl der Taschendiebstähle (insgesamt 64), darunter auch erbeutete Mobiltelefone, mit einem Gesamtschaden von etwa 17.000 Euro, ist nach einem absoluten Tiefstand im Vorjahr (51 Fälle, Gesamtschaden: rund 12.000 Euro) leicht gestiegen. Die Mehrzahl der Diebstähle erfolgte allerdings im Bereich der Innenstadt. Mit direktem Bezug zum Christkindlesmarkt wurden 27 Diebstähle (Vorjahr: 22) registriert.

Im Bereich des Christkindlesmarktes wurden zwei rumänische Taschendiebe, gegen die bereits Haftbefehl wegen zurückliegender Diebstähle bestand, von Polizeikräften im Rahmen der Fahndung festgenommen. Gegen vier osteuropäische Spendenbetrüger wurden Anzeigen eingeleitet.
Zivilkräften der Polizei gelang es, in der Fußgängerzone neun Ladendiebe auf frischer Tat festzunehmen.


Christkindlesmarkt: Flyer mit Präventionshinweisen verteilt

Die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, die mit der Gesamteinsatzleitung betraut war, zeigte in Zusammenarbeit mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei, benachbarten Polizeiinspektionen, der Verkehrspolizeien Nürnberg, Fürth, Erlangen und Feucht sowie Zivilkräften der Nürnberger Kripo über die gesamte Dauer eine größtenteils sichtbare Präsenz und setzte damit das polizeiliche Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen um. Zudem standen Angehörige der Sicherheitswacht für die mehr als zwei Millionen Besucher ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung. Wie in den zurückliegenden Jahren wurden auch wieder Flyer mit Präventionshinweisen an die Besucher verteilt.

Rund um den Christkindlesmarkt gingen kurzzeitig sechs (2014: fünf) Kinder bzw. hilflose ältere Personen "verloren". Sie konnten aber alle innerhalb kürzester Zeit wohlbehalten ihren Eltern bzw. Familienangehörigen übergeben werden.


Platzverweise wegen Trunkenheit

Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte erteilten neun Personen Platzverweise (2014: zehn), weil sie betrunken waren oder sich aggressiv verhielten. In zehn Fällen leistete die Polizei Hilfe, weil Personen betrunken oder gestürzt waren. Etwa 60 Fundsachen (Geldbörsen, Ausweise, Handys, Geldscheine u.a.) wurden bei der Polizei abgegeben und an das Fundamt weitergeleitet.

Das erarbeitete Verkehrskonzept, das wie in den Vorjahren die Herausnahme des Anwohner- und Lieferverkehrs sowie die Verlegung des Taxenstandes während der Öffnungszeiten des Christkindlesmarktes beinhaltete, hat sich unter Sicherheitsaspekten äußerst bewährt und stieß auch bei den Marktbeschickern und den Besuchern auf eine positive Resonanz. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Polizei bei allen Betroffenen für das entgegengebrachte Verständnis.


SMS-Verteiler gegen Wechselfallenbetrüger

Rund um den Christkindlesmarkt wurden etwa 1100 Parkverstöße geahndet (2014: 2200), 14 Kleinunfälle sowie drei Unfälle mit Personenschaden aufgenommen und zwei Fahrzeuge abgeschleppt. In zwei Fällen musste die Polizei wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis einschreiten und zweimal eine Fahrt unter Drogeneinwirkung unterbinden. Viele Besucher nutzten zur Anreise erfreulicherweise die öffentlichen Verkehrsmittel.

Erneut wurde auch der vor zwei Jahren eingeführte SMS-Verteiler der Marktbeschicker und der angeschlossenen Behörden genutzt. So konnten über diesen Verteiler die Marktleute frühzeitig über zwei Wechselfallenbetrüger informiert und um Mithilfe bei der Fahndung gebeten werden.