Zwanzig Menschen in Transporter zu stecken, die für acht vorgesehen seien, sei "kriminell" und jeder Schleuser werde angezeigt. In einigen Bundesländern würden dadurch bereits die Haftplätze knapp. "Das muss weiter gehen", sagte de Maizière. Doch die Schlepper seien nur ein Teil des Schleusertums. "Der, der den Transport macht, verdient viel weniger als die Chefs, die das organisieren. Wir müssen mit Europol an diese Leute ran und deren Vermögen beschlagnahmen."
Zudem sprach sich der Innenminister dafür aus, schnellstmöglich EU-Aufnahmestellen in Italien und Griechenland einzurichten.
Damit könne verhindert werden, dass die Flüchtlinge weiter auf Schlepper angewiesen seien.
Dutzende Flüchtlinge waren am Donnerstag in einem als Schlepperfahrzeug verwendeten Lastwagen im Burgenland in der Nähe zur ungarischen Grenze ums Leben gekommen. In dem Kühlfahrzeug entdeckten Beamte bis zu 50 Tote.