Aktueller Stand zum Coronavirus - Jetzt für Newsletter anmelden

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 21.10.2020, 12.01 Uhr: Corona-Infektion an Leibniz-Gymnasium Altdorf 

Am Leibniz-Gymnasium Altdorf hat sich ein Schüler der Q11 mit Corona infiziert. Insgesamt 84 Personen müssen in Quarantäne. Der Plan für einen Distanzunterricht steht bereits, an der Schule gab es schon mal einen Fall. 

Ein Oberstufenschüler hat sich mit Covid-19 angesteckt. Woher die Infektion komme, wisse man an der Schule nicht, erklärt Schulleiterin Dr. Konstanze Seutter inFranken.de. Insgesamt müssen 70 Schüler in Quarantäne, auch 14 Lehrkräfte sind betroffen.

"Für die Q11 gibt es jetzt Distanzunterricht von zu Hause aus", erklärt die Schulleiterin. "Die Lehrer in der Quarantäne sind ja noch dienstfähig, sie dürfen nur das Schulhaus nicht betreten." Für das "Homeschooling" werden verschiedene Online Programme genutzt. Es gibt Videositzungen, Arbeitsaufträge, Konferenzen und Einzelgespräche. Die genaue Gestaltung liegt im Ermessen der einzelnen Lehrer. Die fehlenden Lehrkräfte werden wie bei anderen Erkrankungen durch Vertretungen ersetzt.

Für die Menschen in Quarantäne gibt es Corona-Tests. Sie gelten als Kontaktpersonen 1. Grades.  

Update vom 20.10.2020, 15.46 Uhr: Nürnberger Land mit Inzidenzwert von 40

Corona-Ampel im Nürnberger Land auf Warnstufe Gelb: Am Dienstag (20. Oktober 2020) sind im Nürnberger Land elf Neuinfektionen zu vermelden, davon fünf Nachmeldungen vom Montag (19. Oktober 2020), berichtet das Landratsamt Nürnberger Land.

Corona-Neuinfektionen im Nürnberger Land

  • Burgthann (+1)
  • Hersbruck (+1)
  • Lauf an der Pegnitz (+4)
  • Röthenbach (+1)
  • Schwaig (+1)
  • Schwarzenbruck (+2)

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land nunmehr 913. 747 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Coronavirus Verstorbenen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 40 (umgerechnet auf 100.000 Einwohner).

Update vom 19.10.2020, 17.10 Uhr: Corona-Ampel im Nürnberger Land weiterhin auf Gelb

7-Tage-Inzidenzwert im Nürnberger Land über 35: Am heutigen Montag (19. Oktober 2020) sind im Nürnberger Land, im Vergleich zum Freitag (16. Oktober 2020), 18 Neuinfektionen zu vermelden, teilt das Landratsamt mit.

Neuinfektionen gibt es in:

  • Altdorf (+5)
  • Burgthann (+3)
  • Happurg (+1)
  • Hersbruck (+2)
  • Lauf (+1)
  • Röthenbach (+1)
  • Schnaittach (+1)
  • Schwarzenbruck (+2)
  • Winkelhaid (+2)

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land nunmehr 902. 747 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Coronavirus-Verstorbenen. 

Im Nürnberger Land bleiben die strengeren Corona-Regelungen in Kraft. Denn: Ausschlaggebend für die Einstufung sind die Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beziehungsweise die des Robert-Koch-Instituts (RKI). Diese liegen bei 40.99 (LGL) bzw. 41,0 (RKI) – bezogen jeweils auf 100.000 Einwohner.

Update vom 18.10.2020, 7.30 Uhr: Strengere Corona-Regeln ab Sonntag

Am Samstag, 17. Oktober, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstmals einen 7-Tages-Inzidenzwert von über 35 für das Nürnberger Land gemeldet. Wie das Landratsamt informiert, gelten deshalb ab Sonntag, 18. Oktober, im Landkreis Nürnberger Land strengere Corona-Regeln. Dazu gehören Maskenpflicht auch am Platz in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5, die Begrenzung von privaten Feiern und Kontakten auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen sowie die Einführung einer Sperrstunde ab 23 Uhr.

Inzwischen hat das Gesundheitsministerium präzisiert, dass Wirte von 23 Uhr an keine Speisen und Getränke mehr abgeben dürfen. Somit können zuvor bestellte Speisen und Getränke noch konsumiert werden. Ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot. Auf welchen stark frequentierten öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht angeordnet wird, wird das Landratsamt Anfang nächster Woche im Dialog mit den Städten, Märkten und Gemeinden festlegen.

Diese neuen Regeln gelten ab Sonntag

1. Es besteht Maskenpflicht auf von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegenden stark frequentierten öffentlichen Plätzen, auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie von Freizeiteinrichtungen nach § 11 Abs. 1, Kulturstätten nach § 23 Abs. 1 und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden, für die in dieser Verordnung keine besonderen Regelungen vorgesehen sind.

2. Abweichend von § 18 Abs. 2 Satz 2 und § 21 Satz 1 Nr. 1 besteht Maskenpflicht auch am Platz in weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 und in Hochschulen; § 18 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b und Nr. 3 bleibt unberührt.

3. Abweichend von § 5 Abs. 3 Nr. 3 und § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c besteht Maskenpflicht auch am Platz bei Tagungen und Kongressen nach § 15 Abs. 1 sowie in Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos nach § 23 Abs. 2 und 3 und für die Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen nach § 10.

4. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt; dies gilt auch mit Wirkung für weitere Regelungen dieser Verordnung, die auf § 2 Abs. 1 Bezug nehmen, wie insbesondere die Gastronomie.

5. Der Teilnehmerkreis an nach § 5 Abs. 2 zulässigen privaten Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) ist unabhängig vom Ort der Veranstaltung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens zehn Personen beschränkt.

6. Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle nach § 13 Abs. 4 ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

7. Die Abgabe von alkoholischen Getränken an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

8.  Der Konsum von Alkohol ist auf von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegenden stark frequentierten öffentlichen Plätzen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.

Dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt sei absolut bewusst, dass diese Regeln den Menschen viel Disziplin und Verzicht abverlangen, dass es sehr ärgerlich und schmerzhaft ist, Vorhaben abzusagen, auf die man sich schon lange gefreut hat. Aber es gelte angesichts der Zahlen jetzt, einen kühlen Kopf zu bewahren, Verantwortung wahrzunehmen und Schlimmeres abzuwenden.

Am Samstag, 17. Oktober, meldete das Gesundheitsamt 13 neue Corona-Fälle im Nürnberger Land. Die Gesamtfallzahl liegt damit derzeit bei 897. Dies bedeutet nach der Zählweise des Staatlichen Gesundheitsamts des Landkreises Nürnberger Land eine 7-Tages-Inzidenz von 73 Fällen bzw. auf 100.000 Einwohner umgerechnet von 42,9.

Ebenfalls am Samstag wurde ein positiver Corona-Fall in der Q11 des Leibniz-Gymnasiums in Altdorf bekannt. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler und 14 Lehrkräfte wurden über die Quarantäne informiert. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen.

Update vom 16.10.2020, 15.40 Uhr: Corona-Infektionen in Asylunterkünften - Landkreis überschreitet Warnwert erneut

Im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) gibt es zahlreiche Corona-Fälle in zwei Asylunterkünften. Betroffen sind die beiden Flüchtlingsheime in der Waldluststraße und der Altdorfer Straße. Insgesamt leben dort nach inFranken.de-Recherchen aktuell 17 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

In der vom Landkreis Nürnberger Land betriebenen Unterkunft in der Waldluststraße sind laut zuständigem Landratsamt vier Bewohner coronapositiv.

Für das Flüchtlingsheim in der Altdorfer Straße ist die Regierung von Mittelfranken zuständig. Dort haben sich 13 Bewohner mit dem Erreger angesteckt, teilt Martin Hartnagel,
Pressesprecher der Regierung, am Freitag (16. Oktober 2020) inFranken.de mit. In der Gemeinschaftsunterkunft sind demnach aktuell 54 Personen untergebracht. 

Hintergrund: Nachdem sich ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft aufgrund eines Corona-Falls in seiner Schule einer Testung unterzogen hat und am 7. Oktober ein positives Covid-19-Ergebnis erhalten hatte, erfolgte laut Regierung am 8. Oktober durch das örtlich zuständige Gesundheitsamt eine Reihentestung in der Unterkunft. Resultat: Zwölf weitere positive Testergebnisse. 

"Unmittelbar nach Kenntnisnahme des Indexfalls erfolgte eine Abstimmung mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt über die zu ergreifenden Maßnahmen", berichtet Hartnagel. Daraufhin seien die infizierten Flüchtlinge von den anderen Unterkunftsbewohnern getrennt worden, um einen Kontakt zu vermeiden. Darüber hinaus seien ein Sicherheitsdienst zur Überwachung der Quarantäne-Einhaltung eingesetzt und die Verpflegung der Bewohner organisiert worden.

Die Quarantäne für alle Bewohner wurde vom Gesundheitsamt bis zum 22. Oktober angeordnet. "Darüber hinaus wurden die Bewohner mit zusätzlichen Mund-Nasen-Bedeckungen, Einmalhandschuhen, Desinfektionsmittel und den benötigten Hygieneartikeln versorgt", erklärt der Regierungssprecher. Das im Flüchtlingsheim tätige Unterkunfts- und Sicherheitspersonal sei mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet. Die coronapositiven Bewohner zeigen laut Angaben der Behörde derzeit keine Krankheitssymptome.

Auch in einem Nürnberger Flüchtlingsheim wurden bereits mehrfach Quarantänemaßnahmen verhängt, nachdem Bewohner der Unterkunft positiv getestet worden waren.

Landratsamt Nürnberger Land kündigt neue Corona-Maßnahmen an

Der Landkreis Nürnberger Land hat unterdessen den kritischen Corona-Inzidenzwert von 35 deutlich überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt in der Region nun 41,18, berichtet das Landratsamt am Freitagnachmittag. Voraussichtlich ab Anfang nächster Woche tritt deshalb im Landkreis eine Verordnung in Kraft. Laut Landratsamt wird sich diese eng an den Maßnahmen orientieren, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag (15. Oktober 2020) verkündet hat. Diese lauten für Gebiete mit einer 7-Tages-Inzidenz größer als 35 wie folgt:

  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet, auch in weiterführenden Schulen (nicht in Grundschulen)
  • Es wird eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie eingeführt
  • Ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden
  • Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot
  • Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal zehn Personen begrenzt

Schon jetzt rufen Landratsamt, Gesundheitsamt und Regierung abermals eindringlich dazu auf, alle vermeidbaren Kontakte auch wirklich zu vermeiden und zu überlegen, ob das, was man vorhat, wirklich sinnvoll und unbedingt notwendig ist.

Noch kritischer ist die Situation in Nürnberg. Dort ist der Corona-Warnwert von 50 mittlerweile überschritten worden. "Die Lage ist sehr ernst", sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Freitagmittag. Ab Samstag treten nun verschärfte Corona-Regeln in Nürnberg in Kraft.

Update vom 15.10.2020, 17.40 Uhr: Neuinfektionen steigen stark - Nürnberg kratzt an der 50er-Warnschwelle

In der Stadt Nürnberg steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen immer stärker an. Laut Stadt hat sich das Infektionsgeschehen in den vergangenen Tagen und Stunden dynamisch entwickelt. Am Donnerstag (15. Oktober 2020) lag der 7-Tage-Index steht mit einem Wert von 49,5 unmittelbar vor dem Überschreiten der Corona-Warnschwelle von 50. Dies bedeutet, dass es pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen 49,5 Neuinfektionen gab.

"Es ist davon auszugehen, dass die Warnschwelle in Nürnberg in Kürze überschritten wird", teilte die Stadt mit. Die Infektionslage lasse sich nicht auf einige wenige Bereiche eingrenzen. Auf Grundlage der von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen – die noch nicht in eine Verordnung gefasst sind – werde die Stadtspitze kurzfristig Entscheidungen treffen und dann bekanntgeben.

In Hinblick auf Corona-Hotspot-Regionen hat die Bayerische Staatsregierung im Ministerrat vom 15. Oktober 2020 neue Maßnahmen beschlossen. Demnach haben die Gesundheitsämter in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen spätestens ab einer 7-Tages-Inzidenz über 50 folgende Maßnahmen durch Allgemeinverfügung anzuordnen:

  • Es wird eine Sperrstunde um 22 Uhr in der Gastronomie eingeführt
  • Ab 22 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden
  • Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 22 Uhr ein Alkoholverbot
  • Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal fünf Personen begrenzt

"Kommt der Anstieg der Infektionszahlen nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungen unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren", teilte das Staatsministerium mit. 

Update vom 15.10.2020, 17.00 Uhr: Inzidenzwert überschritten - Landkreis wird zum Corona-Hotspot

Wenige Tage nach der Stadt Nürnberg hat jetzt auch der Landkreis Nürnberger Land den kritischen Corona-Inzidenzwert von 35 geknackt. Laut dem Landratsamt Nürnberger Land beträgt die 7-Tage-Inzidenz beträgt nun - umgerechnet auf 100.000 Einwohner - 35,29. Damit zählt das Nürnberger Land zu den Corona-Hotspots Frankens.

Nach Angaben des Landratsamts vom Donnerstag (15. Oktober 2020) prüft nun erst einmal das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Landratsamt ) diesen Wert und sein Zustandekommen. "Sobald es ebenfalls zu der Einschätzung gekommen ist, dass der Warnwert erreicht ist, wird das Landratsamt in Absprache mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium und dem LGL beschließen, welche Regelungen für den Landkreis erlassen und in welchem Zeitrahmen diese gelten werden", heißt es vonseiten des Landratsamts Nürnberger Land. "Wie Ministerpräsident Söder heute verkündet hat, wären dies beispielsweise Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden oder eine Ausweitung der Maskenpflicht." Diese Maßnahmen treten demnach in Kraft, sobald das Landratsamt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlässt.

Neben dem Ministerrat appellieren ebenso Landratsamt und Gesundheitsamt noch einmal eindringlich an alle Menschen, die Vorsichtsmaßnahmen und Schutzregeln wirklich einzuhalten. Es gelte, den Mindestabstand und die Maskenpflicht zu beherzigen, ausreichend zu lüften, und schon jetzt den Kontakt zu anderen Personen und insbesondere zu großen Menschenansammlungen wieder auf das Nötigste zu beschränken.

Neue Corona-Fälle an Schulen: Schüler und Lehrer in Quarantäne

Darüber hinaus teilte das Landratsamt mit, dass sich eine Klasse der Realschule Lauf und die Q12 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach sowie mehrere Lehrkräfte aus beiden Schulen in Quarantäne befinden.

Update vom 15.10.2020, 10.15 Uhr: Corona-Fall beim FCN - Ex-Kapitän Hanno Behrens positiv getestet

Covid-19-Fall beim FCN: Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat einen positiven Corona-Fall vermeldet. Wie der Verein am Mittwochabend (14. Oktober 2020) bekanntgab, sei der Betroffene, der namentlich nicht genannt wurde, bereits in häuslicher Quarantäne. Bei dem Infizierten soll es sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung um Nürnbergs Ex-Kapitän Hanno Behrens handeln. 

Am Donnerstag (15. Oktober 2020) werden sich das Team, die Trainer und der Staff weiteren Tests unterziehen. Nach deren Ergebnissen werde das weitere Vorgehen abgestimmt. Das für Donnerstagvormittag angesetzte Training wurde abgesagt.

«Wir stehen mit dem Gesundheitsamt in engem Austausch», sagte FCN-Sportvorstand Dieter Hecking in einer Vereinsmitteilung. «Sobald die Ergebnisse der erneuten Testung vorliegen, besprechen wir mit den Behörden die nächsten Schritte. Wir hoffen aber, den Trainingsbetrieb bei einer negativen Testung weiterführen zu können.»

Wie inzwischen bekannt wurde, gab es am Donnerstag nach den erneuten Abstrichen keinen weiteren Covid19-Fall in der Mannschaft des Clubs. Die anstehende Zweitliga-Partie beim FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr) soll wie geplant stattfinden können.

Update vom 13.10.2020, 13.55 Uhr: Gesundheitsamt ordnet für Oberbürgermeister Marcus König Quarantäne an

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat sich auf Anordnung des städtischen Gesundheitsamts in häusliche Isolationen begeben müssen. König hat sich am Dienstagvormittag (13. Oktober 2020) bis einschließlich Freitag (16. Oktober 2020) in Quarantäne begeben, berichtet die Stadt Nürnberg. Mittlerweile liege dem Oberbürgermeister ein negatives Corona-Testergebnis vor. 

Laut Angaben der Stadt hatte König am Freitag, 2. Oktober, an einer Veranstaltung teilgenommen. Am Montag, 12. Oktober, sei der OB dann am frühen Abend informiert worden, dass sich auf dieser Veranstaltung eine Person aufgehalten habe, die eine Woche später positiv auf Covid-19 getestet worden sei. Trotz Königs negativen Testergebnisses habe das Nürnberger Gesundheitsamt am Dienstagmittag für den Oberbürgermeister eine häusliche Quarantäne angeordnet. Diese erstreckt sich gemäß der 14-Tage-Frist bis einschließlich Freitag, 16. Oktober.

Wie die Stadt Nürnberg weiter mitteilt, zeige König keinerlei Symptome und sei beschwerdefrei. Ab Samstag nehme er nach jetzigen Planungen seine Termine wieder wahr, so die Stadt.

Update vom 12.10.2020, 15.50 Uhr: Warnwert steigt auf 38,2 - Stadt Nürnberg erwägt neue Corona-Maßnahmen

Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, ist der Inzidenzwert von 35 überschritten worden. Pro 100.000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 38,2 Neuinfektionen in Nürnberg. Am Dienstag (13. Oktober 2020) wird die Stadtspitze beraten, welche Schritte diesbezüglich eingeleitet werden müssen.

„Die Fallzahlenmeldung vom Samstag war noch stark geprägt von einem Ausbruchsgeschehen in einem Nürnberger Pflegeheim. Nun bestätigt sich jedoch auch für die Stadt Nürnberg, dass sich das Infektionsgeschehen insgesamt dynamisch entwickelt. Deshalb wird die Stadtspitze morgen über geeignete Maßnahmen beratschlagen“, kommentierte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm die aktuellen Zahlen. 

Bis Montagmittag (12. Oktober 2020) verzeichnete das Gesundheitsamt Nürnberg 2360 Infizierte in der Stadt - 38 mehr als am Tag zuvor. Davon befinden sich aktuell 286 Menschen in Quarantäne. Von den 10.686 ermittelten Kontaktpersonen befinden sich aktuell 909 in Quarantäne. 

Schon am Montagmorgen hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen erhöhten Wert in Nürnberg gemeldet. Dieser lag bei 36,27. 

Unterdessen fand am Sonntag in Nürnberg eine Demonstration der "Querdenker" gegen die Corona-Maßnahmen statt. Teilweise nahmen 2800 Menschen teil - Hunderte von ihnen trugen keinen Mund-Nase-Schutz.

Update vom 09.10.2020, 14.30 Uhr: Corona-Ausbruch in Nürnberger Pflegeheim

Das Coronavirus ist in einem Pflegeheim in Langwasser Süd (Nürnberg) ausgebrochen, teilt das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg am Freitag (9. Oktober 2020) mit. Bisher wurde bei bereits 28 Menschen SARS-CoV-2 nachgewiesen (18 Bewohner sowie 10 Mitarbeiter). Darüber hinaus gibt es 71 Kontaktpersonen der Kategorie 1.

Ein hochbetagter Bewohner wurde am Donnerstagabend (8. Oktober 2020) ins Klinikum eingeliefert und wird auf der Intensivstation behandelt. Von den weiteren betroffenen Bewohnern klagt derzeit niemand über auffällige Symptome. Von den positiv getesteten Beschäftigten klagen einige Personen über Müdigkeit, Geschmacks- und Geruchsverlust, leichten Husten und grippeähnliche Symptome. 

Aktuell ist die pflegerische Versorgung sichergestellt, so das Gesundheitsamt. Das gesamte Personal arbeitet mit Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzkitteln, Handschuhen sowie FFP2-Masken. Drei Wohnbereiche wurde isoliert. Für die gesamte Einrichtung besteht ein Besuchsverbot. Die Angehörigen werden über das Pflegeheim verständigt. 
Das Gesundheitsamt steht mit dem Pflegeheim im engen Kontakt.

Kinderhort im Nürnberger Land wird geschlossen

Das Landratsamt Nürnberger Land meldet am Freitag (9. Oktober 2020) ebenfalls neue Corona-Fälle. Eine Klasse der Grundschule Neunkirchen im Nürnberger Land befindet sich in Quarantäne. Ein Schulkind wurde positiv auf Corona getestet.

Eine Lehrerin der Schule besuchte danach den angrenzenden Kinderhort. Dieser musste danach geschlossen werden. Neben Kindern aus dem Hort sind fünf Erzieherinnen in Quarantäne, teilt das Landratsamt auf Nachfrage von inFranken.de mit.

Die aktuellen Corona-Zahlen im Nürnberger Land: Altdorf: 63, Burgthann: 55, Feucht: 69, Verwaltungsgemeinschaft Happurg: 16, Hersbruck: 39, Kirchensittenbach: 7, Lauf: 129, Leinburg: 33, Neuhaus: 6, Neunkirchen: 35, Ottensoos: 18, Pommelsbrunn: 14, Reichenschwand: 10, Röthenbach: 159, Rückersdorf: 18, Schnaittach: 30, Schwaig: 55, Schwarzenbruck: 19, Simmelsdorf: 5, Verwaltungsgemeinschaft Velden: 20, Winkelhaid: 18.

Update vom 07.10.2020, 11.15 Uhr: Krippe muss nach Corona-Fall schließen - Kinder und Erzieherinnen in Quarantäne

Die Waldemar-Bergner-Krippe in Schwabach ist von einem Corona-Fall betroffen. Kinder und Mitarbeiterinnen befinden sich bis auf Weiteres in Isolation. Der Grund: Die Eltern eines Kindes wurden positiv auf Corona getestet. Das Gesundheitsamt Roth-Schwabach hat deswegen für alle Krippenkinder vorsorglich Quarantäne bis zum 16. Oktober angeordnet. Das berichtet die Stadt Schwabach inFranken.de.

Es steht nun eine Reihentestung an. Die Mitarbeiterinnen und Kinder sollen am Mittwoch (7. Oktober 2020) getestet werden. 

Der Kindergarten, der sich direkt neben der Krippe befindet, ist laut Stadt nicht von den Quarantänemaßnahmen betroffen. Die beiden Einrichtungen sind räumlich getrennt, weswegen es keinen Kontakt zwischen den jeweiligen Gruppen gab.

Update vom 02.10.2020, 12.21 Uhr: Schüler an Berufsschule in Lauf positiv getestet

An einer Berufsschule in Lauf im Nürnberger Land wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Am 1. Oktober wurde das Testergebnis dem Staatlichen Gesundheitsamt Nürnberger Land mitgeteilt. Quarantänepflicht besteht jetzt für insgesamt 20 Mitschüler und sechs Lehrkräfte. Alle gelten als Kontaktperson der Stufe eins. 

Die Schwester des infizierten Schülers war zuvor positiv auf Covid-19 getestet worden. Noch im Laufe des Freitags (2. Oktober 2020) sollen alle Kontaktpersonen des Schülers getestet werden.

Auch im Falle der Oskar-Sembach-Realschule in Lauf gibt es Neuigkeiten: Alle 130 getesteten Kontaktpersonen waren in einem ersten Test negativ. Ein zweiter Befund steht noch aus. 

Update vom 30.09.2020, 18.07 Uhr: Corona-Fall an Nürnberger Grundschule

Die Michael-Ende-Grundschule musste komplett schließen, weil eine Covid-19-Infektion vorliegt. Ob eine Lehrkraft oder eines der Kinder infiziert ist, ist unklar. Insgesamt sind 450 Kinder in Quarantäne.

"Die Schule ist komplett geschlossen", erklärt ein Mitarbeiter des Schulamts gegenüber inFranken.de. Insgesamt seien 450 Kinder in Quarantäne - und das, obwohl es nur einen Corona-Fall an der Schule gab. Grund dafür sei eine jahrgangskombinierte Lehrform, weswegen die Kontakte unübersichtlich würden. 

Nürnberger Grundschule geschlossen: Wer ist infiziert?

Unklar ist, ob ein Lehrer oder ein Schüler infiziert ist. Auch, welche weiteren Maßnahmen getätigt werden, steht nicht fest. "Normalerweise gibt es jetzt eine Reihentestung", erklärt der Mitarbeiter des Schulamts. Allerdings habe er jetzt mehrere solcher Fälle bearbeitet und keiner sei gleich gewesen.

Letztendlich zuständig für die Schließung ist das Gesundheitsamt. Dort war am Mittwochnachmittag niemand für ein Statement erreichbar. Auch an der Berthold-Brecht-Schule gab es einen Corona-Fall. 

Update vom 28.09.2020, 16.39 Uhr: Positiver Fall in einem Kindergarten

Im Evangelischen Kindergarten in Schwarzenbach (Burgthann) gibt es einen positiven Corona-Fall. Aktuell ist noch nicht bekannt, ob es sich um ein Kind oder einen Mitarbeiter handelt. Momentan werden alle Kontaktpersonen ermittelt, die sich in Quarantäne begeben müssen. 

Über das Wochenende und den Montag wurden sechs Neuinfektionen gemeldet. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Nürnberger Land 788. Insgesamt gelten 696 Personen als genesen, 45 Personen sind mit oder am Coronavirus verstorben. Der Inzidenzwert steigt auf 24 bzw. 14,12 pro 100.000 Einwohner. Die Fallzahlen im Detail (Nennung ab fünf Fällen):

  • Altdorf: 63
  • Burgthann: 54
  • Feucht: 65
  • Happurg: 16
  • Hersbruck: 39 
  • Kirchensittenbach: 7
  • Lauf: 121 
  • Leinburg: 31
  • Neuhaus: 6
  • Neunkirchen: 30
  • Ottensoos: 17
  • Pommelsbrunn: 14
  • Reichenschwand: 8
  • Röthenbach: 156 
  • Rückersdorf: 16
  • Schaittach: 27
  • Schwaig: 52
  • Schwarzenbruck: 18
  • Simmelsdorf: 5
  • Velden: 20
  • Winkelhaid: 16

Update vom 27.09.2020: Neuer Corona-Fall an Realschule im Nürnberger Land

An der Oskar-Sembach-Realschule in Lauf wurde ein Praktikant positiv auf das Coronavirus getestet. Das Landratsamt Nürnberger Land teilte am Sonntag (27.09.2020) mit, dass sich daher ab sofort etwa 150 Kontaktpersonen in Quarantäne befinden.

Der betroffenen Praktikant hatte am Freitag (25.09.2020) im Laufe des Tages Symptome entwickelt und noch am selben Tag testen lassen. Am Folgetag erhielt er das positive Testergebnis und informierte umgehend den Schulleiter.

Das Gesundheitsamt hat mittlerweile alle Kontaktpersonen ermittelt und eine häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage angeordnet. Alle Betroffenen sollen in dieser Zeit insbesondere darauf achten, ob sie Corona-typische Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinnes oder Durchfall bekommen. In der kommenden Woche werden alle getestet.

Unter den Kontaktpersonen sind neben den anderen Praktikanten auch Schüler und Lehrer aus fünf verschiedenen Klassen. Sollten im Laufe der Testung weitere Infektionen auftreten, können neben dem Kreis Nürnberger Land auch die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim betroffen sein, da einige Schüler von dort kommen.

Eltern oder Lebenspartner sind laut Landratsamt nicht von der Quarantäne betroffen.

Update vom 24.09.2020: Nürnberger Schulen verschärfen Maskenpflicht

Wie die Stadt Nürnberg am Donnerstag (24. September 2020) mitteilt, verschärfen zwei weiterführende Schulen im Stadtgebiet die Maskenpflicht im Unterricht. "Die Schulleitungen der Bertolt-Brecht-Schule sowie des Johannes-Scharrer-Gymnasiums möchten nach positiven Testergebnissen einer Ausweitung entgegenwirken, indem eine Erweiterung der Maskenpflicht auch während des Unterrichts temporär ab sofort wiedereingeführt
werden soll", heißt es in der Pressemitteilung.

Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport, und Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, stimmen dem Vorschlag der  Schulleitungen zu. „Der Gesundheitsschutz der Schüler und aller Beschäftigten an den Nürnberger Schulen hat Priorität. Die Erweiterung der Maskenpflicht auf den Unterricht ist eine tolerierbare Maßnahme“, sagt Cornelia Trinkl.

Seit dem Schuljahresbeginn vor zwei Wochen hatte es an Nürnberger Schulen mehrfach positive Coronafälle gegeben. Diese führten zu zahlreichen Quarantänemaßnahmen, die sowohl Schüler als auch Lehrer und Mitarbeiter der Verwaltung betrafen. 

Update vom 14.09.2020: Corona-Zahlen in Nürnberg seit Montag wieder unter Grenzwert

Die Corona-Zahlen in Nürnberg waren in den vergangenen Tagen außergewöhnlich hoch. Am Wochenende wurde sogar wieder der kritische Wert von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. In der Stadt lag der Wert am Samstag (12. September 2020) bei rund 37, erläutert Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Bei einem Wert über 35 müsste die Stadt eigentlich handeln und Maßnahmen ergreifen, um das Virus einzudämmen. Am Montag (14. September 2020) beträgt der 7-Tage-Inzidenz-Wert allerdings nur noch 26. Wie konnte es zu diesem drastischen Rückgang kommen?

Die hohen Zahlen in der vergangenen Woche seien auf verspätete Testergebnisse und den Rückreiseverkehr zurückzuführen, erläutert Referentin Walthelm. Somit sei auf einen Schlag eine Vielzahl positiver Ergebnisse in die Statistik eingelaufen. Nach Ablauf der Woche tauchen nun die Zahlen nicht mehr in der aktuellen 7-Tage-Inzidenz auf, dementsprechend niedriger ist der Wert.

Aktuell bewege sich Nürnberg auf einem Niveau von rund 25 neuen Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner, sagt die Referentin. Damit liegt die Stadt erneut weit unter dem kritischen Grenzwert.

Völlige Entwarnung möchte sie aber nicht geben. "Im Vergleich zum Frühsommer gibt es wieder mehr Fälle." Sie appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und auf das Tragen eines Mundschutzes zu achten.

Update vom 08.09.2020: Neuinfektionen in Nürnberg sind gestiegen

Die Corona Neuinfektionen in Nürnberg sind leicht gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt demnach bei 37. Der bayernweite Frühwarnwert liegt bei 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Grund dafür seien die Reiserückkehrer, so die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung.

Aktuell müssen jedoch keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Die Corona-Warnstufe gelb wird auch nicht in Kraft gesetzt. Das städtische Gesundheitsamt begründet diese Entscheidung damit, dass der steigende Wert auf verzögerte und gesammelt erfolgte Befundmeldungen zurückzuführen ist. Ein Großteil der neuen Coronafälle geht auf Reiserückkehrer zurück. „[...] Viele der uns gemeldeten Testergebnisse weisen zudem eine geringe Viruskonzentration auf, das heißt diese Personen können niemanden mehr anstecken. Deshalb müssen wir im Moment keine weiteren Maßnahmen veranlassen“, sagt Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Unter Quarantäne: Coronafall in weiterer Gemeinschaftsunterkunft aufgetreten

Außerdem wurde ein Bewohner in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Peterstraße positiv auf das Virus getestet. Da es sich bei der Unterkunft um abgegrenzte Apartementanlagen handelt, müsste nicht die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt werden. Vorsorglich hat sich das Nürnberger Gesundheitsamt dennoch dafür entschieden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor. 

Update vom 30.08.2020: Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne

Eine Bewohnerin einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft ist im Rahmen eines Corona-Screenings bei der Aufnahme in das Klinikum Nürnberg am Freitag, 28. August 2020, positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft stehen unter Quarantäne. Das teilt die Stadt Nürnberg am Sonntag (30. August 2020) mit.  Die Frau zeigte keinerlei Symptome einer Covid-19-Erkrankung, hatte jedoch andere Beschwerden, wegen der sie ins Nürnberger Klinikum Süd kam. Dort wurde sie routinemäßig auf das Coronavirus getestet, heißt es seitens der Stadt. Der Test war positiv. Seitdem befindet sich die Frau in Isolation.

Das Personal des Klinikums trug zu jeder Zeit Schutzkleidung. Eine Mitpatientin gilt als direkte Kontaktperson - diese wurde bereits getestet und hat einen negativen Befund. Die drei engen Kontaktpersonen der Bewohnerin in der Gemeinschaftsunterkunft befinden sich in der Einrichtung auf einer eigenen Etage isoliert in Quarantäne.

Gemäß Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung wurde die gesamte betroffene Gemeinschaftsunterkunft in der Schloßstraße umgehend  vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Die Versorgung der rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner ist über das Sozialamt sichergestellt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung werden aktuell getestet, Ergebnisse liegen noch nicht vor. In der betroffenen Gemeinschaftsunterkunft gab es bereits Ende Juli 2020 einen positiv getesteten Bewohner. Auch dort wurden alle Bewohnerinnen und Bewohner unter Quarantäne gestellt und getestet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt in Nürnberg aktuell bei 20,45. Die Fälle der vergangenen Woche gehen zum überwiegenden Teil auf Reiserückkehrer zurück.

Update vom 28.08.2020: Neues Covid-19-Testzentrum am Flughafen geht in Betrieb

Wie die Stadt Nürnberg mitteilt, wird am Montag (31. August 2020) ein neues Corona-Testzentrum den Betrieb aufnehmen. Die Einrichtung befindet sich am Albrecht-Dürer-Flughafen in der Flughafenstraße 100 auf dem Parkplatz 7. Zunächst können dort bis zu 3000 Tests an einem Tag durchgeführt werden. Geöffnet hat das Zentrum Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr - die Tests sind für Nutzer kostenfrei.

Erhält auch Nürnbergs ZOB bald eine eigene Corona-Test-Station?
 
Die Terminreservierung erfolgt online. Die Website ist ab Samstag (29. August 2020) um 8 Uhr erreichbar. Dort können sowohl Gruppen- als auch Einzelanmeldungen getätigt werden. Das Zentrum ist für alle Bürger des Freistaates Bayern geöffnet - die Tests sind für Nutzer kostenlos. Wer nicht die Möglichkeit zu einer Online-Reservierung hat, kann sich auch vor Ort registrieren lassen. Dies kann jedoch mit längeren Wartezeiten verbunden sein.

Die Ergebnisse werden anschließend per E-Mail an die registrierten Testpersonen verschickt - im Falle eines positiven Ergebnisses zusätzlich direkt an das zuständige örtliche Gesundheitsamt. Laut des Betreibers sollen die Ergebnisse innerhalb von 24 bis maximal 36 Stunden vorliegen.

Bei Symptomatiken wie Fieber, Husten und Halskratzen darf das Testzentrum nicht betreten werden - in diesem Fall müssen sich die Personen für einen Test an ihren Hausarzt wenden. Die beiden anderen Testzentren am Flughafen für Reiserückkehrer bleiben weiterhin bestehen.

Außerdem wird am Montag (31. August 2020) ein weiteres städtisches Bürgertelefon eingerichtet. Es ist Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr unter 0911 64375888 erreichbar.

Update vom 21.08.2020: 23 neue Corona-Fälle in Nürnberg innerhalb eines Tages

Bis Freitag (21. August 2020) um 12.30 Uhr hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg 1372 nachgewiesene Infektionsfälle registriert. Das sind 23 Corona-Fälle mehr als am Vortag. Davon befinden sich 137 Menschen in Quarantäne, 1182 Personen wurden aus der Quarantäne entlassen. 53 Infizierte sind verstorben.

In den Nürnberger Krankenhäusern werden aktuell vier Covid-19-Patienten intensiv beatmet, neun erkrankte Personen werden auf Normalstationen behandelt.

Die höheren Zahlen gehen laut Stadt Nürnberg "zu 80 Prozent auf Reiserückkehrer" zurück. "Es kommen jetzt, zur Halbzeit der Sommerferien, vermehrt Urlauberinnen und Urlauber heim", heißt es vonseiten der Stadt. In den Zahlen enthalten seien auch Ergebnisse aus den Testzentren vom Flughafen und Hauptbahnhof. Durch die Deklaration von Spanien als Risikogebiet werde zusätzlich vermehrt auch hier bei Heimkehrern getestet.

Auch dem Landratsamt Nürnberger Land liegen am Freitagnachmittag aktuelle Zahlen vor: "Heute wurde eine Neuinfektion gemeldet, aus Schwarzenbruck", heißt vonseiten des Landratsamtes. Seit Beginn der Pandemie hat es 682 bestätigte Fälle im Landkreis gegeben. "618 Personen gelten als genesen, es bleibt bei 45 mit oder am Corona-virus Verstorbenen."

Die 7-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land liegt am Freitag bei 11 bzw. 6,47 auf 100.000 Einwohner.

Die schwere Corona-Test-Panne in Bayern weitet sich indes weiter aus. Inzwischen zeigt sich, dass auch der Flughafen in Nürnberg massiv betroffen ist.

Update vom 05.08.2020: Nach neuen Corona-Fällen in Nürnberg: Gesundheitsamt teilt Maßnahmen mit

Zu den in den vergangenen Tagen neu aufgetretenen Coronavirus-Infektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg weitere Details mitgeteilt. 

Demnach stehen die Bewohner der städtischen Gemeinschaftsunterkunft in der Schloßstraße weiterhin unter Quarantäne und werden vom BRK versorgt. Muttersprachliche Hygienelotsen sind vor Ort. Der dort wohnende und positiv getestete Pflegehelfer ist isoliert untergebracht. Die bisher durchgeführten Tests der überwiegenden Bewohnerschaft hatten durchweg negative Ergebnisse. Es stehen aktuell nur noch wenige Ergebnisse aus. "Wir gehen davon aus, dass kein größerer Infektionsherd entstanden ist", äußerte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm gegenüber inFranken.de

In der einen Kindertagesstätte, in der eine Erzieherin positiv getestet worden war, konnte die Testung Anfang der Woche abgeschlossen werden. Alle Abstriche hatten negative Ergebnisse. Bei der zweiten Kita, in der ein Erzieher positiv getestet worden war, wurden etliche Kinder bereits über niedergelassene Ärzte abgestrichen. Bisher liegen davon nur negative Ergebnisse vor. Weitere Tests erfolgen durch das Gesundheitsamt.

In einem der beiden betroffenen Pflegeheime wurde die eine positiv getestete Bewohnerin isoliert untergebracht. Die Kontaktpersonen wurden ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Angehörige und Bewohner des Wohnbereichs wurden durch Aushänge informiert. Das Gesundheitsamt führt einen Reihenabstrich des gesamten Heims durch. Auch in dem zweiten von einem Indexfall betroffenen Pflegeheim werden von Bewohnern sowie dem Personal Rachenabstriche genommen.

Drei Corona-Infizierte im Klinikum Nürnberg Süd - Mitarbeiter in Quarantäne

Im Klinikum Nürnberg Süd wurde am 30. Juli bei fünf Patienten auf der geriatrischen Station das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen. Die Klinik-Leitung hat umgehend reagiert, die Behörden informiert und die betroffene Station sofort für weitere Patienten und Besucher geschlossen. Alle 29 Patienten auf der betroffenen Station wurden demnach sofort getestet, ebenso die Beschäftigten. Das Ergebnis: Es waren keine weiteren Patienten betroffen, und von den 35 getesteten Mitarbeitern wurde nur einer positiv getestet, der sich laut Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg seitdem in Quarantäne befindet.

Die bereits umfangreichen Hygienemaßnahmen auf der betroffenen Station wurden verschärft: Die Patienten liegen alle isoliert. Von den anfangs fünf positiv getesteten Patienten im Klinikum Süd sind laut Gesundheitsamt inzwischen nur noch drei mit dem Coronavirus infiziert, erklärte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm am Mittwoch (5. August 2020) im Gespräch mit inFranken.de.

Zur Corona-Gesamtlage hielt Walthelm in einer Pressemitteilung fest: "Nach mehreren bestätigten Indexfällen in Einrichtungen in Nürnberg in der vergangenen Woche laufen die Maßnahmen im Rahmen der Containmentstrategie des Gesundheitsamts regulär weiter. Bisherige Ergebnisse aus Testungen in den betroffenen Einrichtungen ergaben keine weiteren positiven Befunde."

Insgesamt lagen die Fallzahlen in Nürnberg bis Montag (3. August 2020, 15 Uhr) bei 1209 infizierten und registrierten Personen. Es gab seit Freitag lediglich zwei neue Indexfälle im familiären Kontext. Laut Presse- und Informationsamt wurden keine weiteren Fälle in Einrichtungen registriert. Nürnberg liegt demnach nach wie vor weit unter der in Bayern als kritisch definierten Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Update vom 01.08.2020: Mitarbeiter von Nürnberger Pflegeheim positiv auf Corona getestet

Bei einer Routineuntersuchung in einem Nürnberger Pflegeheim ist Anfang der Woche ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilt die Stadt Nürnberg am Samstag (1. August 2020) mit. Der Mann wohnt in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft Schloßstraße. Dort sind nun alle 135 Bewohnerinnen und Bewohner vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden, die positiv getestete Person wurde in der Unterkunft isoliert.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden durch das Sozialamt betreut und verpflegt. Zudem werden die Bewohner ebenfalls auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse liegen laut Stadt noch nicht vor. Das gilt auch für die Personen in dem Pflegeheim, in dem der positive Fall beschäftigt war. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit mögliche Kontaktpersonen.

Weiterhin gab es in zwei anderen Nürnberger Pflegeheimen jeweils einen positiven Fall sowie jeweils einen positiven Fall in zwei Nürnberger Kindertagesstätten. Entsprechende Maßnahmen ergriff auch hier das Gesundheitsamt. Insgesamt gibt es in Nürnberg aktuell 1206 Infizierte (Stand 31. Juli 2020). Nürnberg liege weiterhin unter der kritisch definierten Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Bayern, heißt es seitens der Stadt.