Am Sonntagnachmittag (13. Juni 2021) haben besorgte Nachbarn die Polizeiinspektion Schwabach alarmiert. Ein Schäferhund nutzte scheinbar die Abwesenheit seiner Halter, um auf eigene Faust die Gegend um Schwabach zu erkunden. Die Nachbarn hatte die Befürchtung, dass der Hund auf die Straße laufen und von einem Auto- oder Lkw-Fahrer erfasst werden könnte. 

Als die Beamten vor Ort eintrafen, war ein Großteil der Nachbarschaft schon damit beschäftigt, den Hund wieder einzufangen. Dem schlossen sich die Polizisten an. Mit sanften Worten, Gesten und Leckereien sollte der Schäferhund zum Umkehren bewegt werden beziehungsweise so weit, dass ihn jemand am Halsband festhalten konnte. 

Keine Lust auf Leckerli: Ausgebüxter Schäferhund hält Polizei und Nachbarschaft auf Trab

Allerdings dachte der Hund gar nicht daran seinen Spaziergang zu beenden und ignorierte die Nachbarn und Polizisten. Seelenruhig und unbeeindruckt lief er einfach weiter. So zog sich der gesamte Tross durch die halbe Siedlung, bis es irgendwann in einer Sackgasse nicht mehr weiterging. Dort konnten die Beamten den sanftmütigen Schäferhund festhalten und ihn nach ausgiebigen Streicheleinheiten sicher nach Hause führen. 

Dort stand die Haustüre offen. Die Beamten brachten den Hund hinein, sorgten dafür, dass er Wasser und Futter hat und die Nachbarn erklärten, den Haltern über das Ausbüxen des Hundes Bescheid zu geben. "Wie der Hund es allerdings schaffte, gleich zwei Türen zu öffnen, um in die große weite Welt zu gelangen, wird vermutlich für immer sein Geheimnis bleiben", erklärt die PI Schwabach in einer Pressemitteilung am Montag (14. Juni 2021).