In der Debatte um den Auftritt der Heavy-Metal-Band Pantera bei den Musikfestivals "Rock im Park" und "Rock am Ring" hat sich nun auch die Band Die Toten Hosen geäußert. Die Rockband um Frontmann Campino soll ebenfalls bei den Zwillingsfestivals in Nürnberg und am Nürburgring in der Eifel Anfang Juni auftreten.

Die Musiker bezeichneten ein Video, in dem sich Pantera-Sänger Phil Anselmo 2016 auf einer Bühne rassistisch geäußert und den Hitlergruß gezeigt haben soll, als "abstoßend und widerlich". Auch wenn er sich danach entschuldigt habe und seitdem beteuere, dass er kein Rassist sei, bleibe die Frage, wie glaubwürdig seine Entschuldigung sei, schrieb die Band auf ihrer Facebook-Seite.

"Spirit" muss passen - Tote Hosen fordern mehr Klarheit

Die Toten Hosen seien Phil Anselmo nie begegnet und könnten nicht beurteilen, wie es um seine wahre Gesinnung stehe. "Die ganze Situation empfinden wir als kompliziert und unglücklich." Zugleich verweist die deutsche Rockband darauf, dass Pantera in diesem Jahr auf zahlreichen Festivals zusammen mit Bands auftrete, die "schwerlich in die rechte Ecke zu stellen sind". Die Mehrheit der Rockmusikwelt scheine dem Sänger seine Läuterung abzunehmen, schrieben die Musiker. Pantera reagierte zunächst nicht auf Anfragen.

Sie müssten darauf vertrauen, dass bei jedem Künstler eingehend geprüft werde, ob dieser zum Umfeld des Festivals passe und mit seinem "Spirit" vereinbar sei, schrieben Die Toten Hosen. "Das hat in der Vergangenheit gut geklappt und wir gehen davon aus, dass auch dieser spezielle Fall noch einmal genau durchleuchtet wird und gegebenenfalls die notwendigen Konsequenzen gezogen werden."

Zuvor hatten sich bereits zahlreiche Nutzer etwa bei Instagram kritisch über den geplanten Auftritt der US-Band bei "Rock im Park" und "Rock am Ring" geäußert.

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