Seit Ende Januar sei bereits eine Reinigungsfirma vor Ort, um die Gebäude zu säubern, erklärt Vorras Bürgermeister Volker Herzog (SPD). Die Räume würden nun außerdem getrocknet, nachdem das Mauerwerk durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Der Bayerische Rundfunk berichtet zudem, dass der Eigentümer beschädigte Balken, Fenster und Türen entfernen und ersetzen lassen wolle. In einem der drei Gebäude werde bereits gearbeitet, und auch in den beiden anderen solle bald saniert werden. Die genauen Kosten könne er nicht abschätzen, sagte der Eigentümer laut BR. Die Feuerwehr habe den Schaden kurz nach dem Brand jedoch mit rund 700 000 Euro angegeben. Sobald die Sanierung abgeschlossen sei, sollen in die drei Gebäude wie vorgesehen Flüchtlinge einziehen. Vermutlich im Sommer werde es soweit sein.

"Der Eigentümer war kürzlich hier bei uns in der Gemeinde. Er sagte uns, es sei sein fester Wille, so wie geplant weiterzumachen", bestätigt Herzog.

Die drei Gebäude, ein ehemaliger Gasthof, ein Wohnhaus und eine Scheune in Vorra im Landkreis Nürnberger Land, waren vom Eigentümer bereits im vergangenen Jahr saniert worden und waren als Unterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2014 hatten dann bislang unbekannte Täter einen Brandanschlag auf die noch leer stehenden Gebäude verübt.

Hakenkreuz-Schmierereien und Parolen auf den Wänden ließen an einem rechtsextremen Hintergrund der Tat keinen Zweifel. Zur Aufklärung des Anschlags wurde eine Sonderkommission gegründet, eine Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung der oder des Täters führen, wurde ausgesetzt . Der oder die Täter konnten allerdings bislang nicht ermittelt werden.

Nachdem Anfang Februar ein Zeuge ermittelt werden konnte, der am Abend des Brandanschlages einen Mann am Tatort gesehen hatte, wurde ein Phantombild erstellt und veröffentlicht. Daraufhin gingen mehrere Hinweise bei der Polizei ein, die derzeit noch überprüft werden, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf Nachfrage mitteilte. Eine heiße Spur sei aber bis jetzt noch nicht unter den Hinweisen gewesen.