Am Dienstagnachmittag (5. Juli 2022) befuhr ein 45-jähriger Autofahrer die A73 in Richtung Feucht. Zwischen den Anschlussstellen "Hafen-Süd" und "Münchener Straße" bei Nürnberg wechselte er auf den linken der drei Fahrstreifen und überholte mit hoher Geschwindigkeit mehrere Fahrzeuge.

Nach dem Überholen wollte er auf den mittleren Fahrstreifen wechseln, fuhr aber auf halber Strecke auf der Linie, da sich vor ihm auf dem mittleren Streifen ein Kleintransporter befand, den er ebenfalls noch überholen wollte. Dabei schätze er den Abstand jedoch falsch ein und fuhr dem Transporter ungebremst auf.

Unfall auf A73: Auto überschlägt sich auf der Fahrbahn

Durch den Zusammenstoß überschlug sich der Pkw und kollidierte anschließend mit der Betonschutzwand neben der Autobahn. Von dieser prallte der Wagen dann ab und wurde auf dem Dach liegend nach rechts auf den Standstreifen geschleudert.

Der Kleintransporter geriet durch die Kollision ebenfalls ins Schleudern. Dessen Fahrer konnte aber die Kontrolle über das Fahrzeug behalten und hielt schließlich auf dem Standstreifen an.

Die beiden Fahrzeuge waren im Anschluss nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Unfallverursacher sowie der Fahrer des Kleintransporters und sein Beifahrer zogen sich leichte Verletzungen zu.

Unfallverursacher mit hohem Promillewert

Während der Unfallaufnahme konnten die Polizeibeamten bei dem 45-jährigen Fahrer starken Alkoholgeruch wahrnehmen. Ein anschließender Atemalkoholtest zeigte einen Wert von knapp über drei Promille.

Hoher Sachschaden und Konsequenzen für Autofahrer

Aufgrund seiner Verletzungen wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht, wo auch eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Sein Führerschein wurde ebenfalls sichergestellt.

Der entstandene Schaden an der Betonschutzwand, der Fahrbahndecke sowie den Fahrzeugen wird auf über 30.000 Euro geschätzt. Die Absicherung der Unfallstelle übernahmen Kräfte der Berufsfeuerwehr aus Nürnberg sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Fischbach.

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Vorschaubild: © Polizeipräsidium Trier (Symbolfoto)