Ein Lastwagen-Fahrer alarmierte am Samstagabend (3. Dezember 2022) die Polizei. Kurz nach 18 Uhr war der 29-Jährige auf der A3 Höhe Nürnberg unterwegs, als er bedroht wurde. Das teilte die Verkehrspolizei Erlangen mit.

Er fuhr auf dem rechten Fahrstreifen und wurde von einem anderen Lastwagen überholt. Als sich beide Fahrzeuge auf der gleichen Höhe befanden, sah der 29-Jährige, dass der andere Fahrer deutlich sichtbar mit einer Pistole in seine Richtung zeigte und Blickkontakt suchte. Daraufhin verständigte er den Notruf.

Lkw-Fahrer mit Waffe bedroht: 37-Jährigem droht Führerscheinentzug - "charakterliche nicht geeignet"

Der Fahrer mit der Schusswaffe beschleunigte daraufhin und fuhr mit höherer Geschwindigkeit weiter. Bei Erlangen konnte die Polizei ihn jedoch anhalten und kontrollieren. Es stellte sich heraus, dass der 37 Jahre alte Lastwagen-Fahrer eine mit Stahlkugeln geladene Luftdruckwaffe griffbereit in der Fahrerkabine liegen hatte. Optisch sei diese auf Anhieb nicht von einer scharfen Schusswaffe zu unterscheiden gewesen sein, so die Polizei. Die Beamten fanden außerdem zwei große Messer und eine geringe Menge Haschisch im Fahrzeug.

Der 37-Jähriger trug sogar einen Gürtel mit Schusswaffenholster. Als Grund für die Eskalation gab der Mann gegenüber den Polizisten an, dass der andere Lastwagen-Fahrer im Vorfeld einmal gebremst hätte. 

Die Waffen und Drogen wurden sichergestellt. Gegen den 37-Jährigen läuft nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung und Verstößen nach Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Ihm droht zudem ein Führerscheinentzug, da seine "charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges" aus Sicht der Polizei fraglich scheint.

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