Nürnberg
Wirtschaft

330 Millionen: Corona-Hilfe für fränkischen Autozulieferer

Die Wirtschaft leidet aktuell unter der Corona-Krise. Insbesondere die Automobilbranche benötigt Hilfe: Ein fränkischer Zulieferer erhält nun staatliche Millionen.
 
Automobilbranche
Zahlreiche Automobilzulieferer bekommen die Corona-Krise zu spüren. Symbolfoto: Bernd Weißbrod/dpa (Archiv)

Die Automobilbranche gilt als Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft. Sie beschäftigt Hunderttausende Arbeitnehmer. Viele Autobauer mussten in der Corona-Krise ihre Produktionen bereits herunterfahren. Das bekommen auch die Zulieferer zu spüren - so auch "Leoni" aus Nürnberg. 

Der fränkische Automobilzulieferer befand sich bereits vor dem Ausbruch der Krise in wirtschaftlich schwieriger Lage. In den letzten Wochen spitzte sie sich nochmals zu. Deshalb erhält das Unternehmen nun insgesamt 330 Millionen Euro aus staatlicher Hand. 

Zulieferer in Corona-Krise: "Damit werden wir gut über die Runden kommen"

Dabei handelt es sich um eine Bürgschaft, die von der Bundesregierung und den Landesregierungen von NRW, Niedersachsen und Bayern abgenickt wurde, heißt es von "Leoni" am Montag.

Das Unternehmen stellt sogenannte elektronische Bordnetze her. Die Nachfrage dafür sei in den vergangenen Wochen stark eingebrochen, so die "Leoni"-Verantwortlichen.

95.000 Menschen sind weltweit im Unternehmen beschäftigt. Neben den staatlichen Krediten seien auch zeitweilige Werkschließungen und Kurzarbeit Teil des Sanierungskonzeptes, teilt der Zulieferer mit. "Die schnelle finanzielle Unterstützung wird dazu beitragen, die außerordentlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu bewältigen", sagt Vorstandschef Aldo Kamper dazu. 

Vorstand Hans-Joachim Ziems, verantwortlich für den Bereich Restrukturierung, sagte dem Handelsblatt zudem: "Damit werden wir gut über die Runden kommen."