Nach einer Messerattacke in der Silvesternacht im tschechischen Karlsbad (Karlovy Vary) wird gegen einen Mann wegen versuchten Mordes ermittelt. Der 23 Jahre alte Verdächtige befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die tschechische Polizei Anfang Januar mit.  Der Mann soll eine 37-Jährige in einem Waldstück nahe einer Gaststätte mit einem Messer angegriffen und im Brustbereich schwer verletzt haben. Laut Bericht der örtlichen Polizei soll sich das Opfer mit lebensgefährlichen Verletzungen noch mehrere hundert Meter in das Gasthaus geschleppt haben, bevor es bewusstlos zusammenbrach.

Der Mann wird zudem beschuldigt, eine 19-Jährige mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Auch sie sei nach der Attacke ohnmächtig geworden. Wie die Polizei mitteilte, konnte der Tatverdächtige nach intensiver Fahndung wenig später festgenommen werden. Er habe mit rund 1,2 Promille unter Alkoholeinfluss gestanden.

Mann aus Unterfranken soll Frau in Karlsbad mit Messer niedergestochen haben

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken auf Nachfrage von BR24 bestätigte, soll es sich bei dem Beschuldigten um einen Mann aus Lohr am Main im Kreis Main-Spessart handeln. Ein Bekannter hatte den 23-Jährigen bei der örtlichen Polizei als vermisst gemeldet, als er nach seinem Besuch über Silvester nicht aus Tschechien zurückgekehrt war.

Nun sitzt der Mann in Untersuchungshaft, unter anderem wird ihm versuchter Mord und Vergewaltigung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohten ihm bis zu 18 Jahre Haft. Der für seine Mineralquellen bekannte Bäderort Karlsbad liegt rund 100 Kilometer östlich von Hof (Oberfranken) und südlich von Chemnitz.

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