Das Landratsamt Main-Spessart überwacht Mitarbeiter im Außendienst mit GPS-Ortungsgeräten. Eine Sprecherin bestätigte am Donnerstag auf Nachfrage, dass "einige wenige Mitarbeiter" ein Ortungsgerät mit sich führen. Zuvor hatte die "Main-Post" berichtet.

Grund seien "massive Unregelmäßigkeiten" in der Vergangenheit gewesen. Man wollte somit "weiteren arbeitsrechtlichen Verstößen vorbeugen". Die Mitarbeiter hätten die Geräte ausschließlich im Außendienst und nicht während den Pausen dabei. Zudem handelt es sich laut Sprecherin um eine zeitlich eng befristete Maßnahme.

Überwachung von Mitarbeitern: Landratsamt nutzt GPS-Ortung

Ein ehemaliger und mittlerweile pensionierter Leiter der Bauaufsichtsbehörde in Main-Spessart hatte gegenüber der "Main-Post" geäußert: "Sogar gemeinsame Pausen am Arbeitsplatz und Kaffeerunden wurden untersagt. Private Handys müssen abgeschaltet werden." Er berufe sich dabei auf Aussagen langjähriger Mitarbeiter.

Die Vorschriften seien in einer Dienstvereinbarung festgehalten. Bei Missachtung würden den Mitarbeitern arbeitsrechtliche oder disziplinarrechtliche Schritte drohen.

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