Am Samstag (14.11.2020) war ein Neunjähriger beim Spielen in Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) gestorben. Wie der Obduktionsbericht zeigte, war der Junge erstickt. Nachdem zahlreiche Zeugen befragt wurden, ist nun klar, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Update vom 19.11.2020, 12.30 Uhr: Polizei veröffentlicht neue Details - So kam der 9-Jährige ums Leben

Ein Neunjähriger ist am vergangenen Samstag (14.11.2020) beim Spielen mit anderen Kindern auf  einem ehemaligen Schulgelände im Ortsteil Laudenbach in Karlstadt verunglückt. Der Junge hatte so schwere Verletzungen erlitten, dass er verstarb. Eine Obduktion zeigte, dass er erstickt war.

Die Kriminalpolizei Würzburg ist nun einen großen Schritt in ihren Ermittlungen vorangekommen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Würzburger Staatsanwaltschaft mitteilen. In Verbindung mit allen bisherigen Erkenntnissen und den Aussagen von Zeugen des Vorfalls gehen die Beamten von einem tragischen Unglück aus.

Der Junge hatte sich am Samstag gegen 16.15 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Laudenbacher Grundschule aufgehalten. Der Unfall geschah, als er alleine mit einer Hundeleine spielte, die er mitgebracht hatte. Der Neunjährige spielte auf einer Mauer und hatte sich die Leine um die Schultern gelegt.

Das andere Ende der Leine hatte sich jedoch auf dem Jägerzaun verfangen, der auf der Mauer verläuft. Als er von der Mauer fiel, zog sich die Leine um seinen Hals, was schließlich dazu führte, dass er keine Luft mehr bekam.

Es sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen und es wird von keinerlei Fremdbeteiligung ausgegangen.

Update vom 17.11.2020, 21 Uhr: Obduktionsbericht liegt vor - keine Hinweise auf Fremdeinwirkung

Nach dem Tod eines Jungen am späten Samstagnachmittag sind die Ermittlungen der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft fortgeschritten. Demnach verdichten sich die Hinweise auf einen tragischen Unglücksfall. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg fand am Dienstag die richterlich angeordnete Obduktion des Neunjährigen statt. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass es keinerlei Hinweise auf eine Fremd- oder Gewalteinwirkung durch Dritte gibt und das Kind durch Ersticken zu Tode kam.

Die Ermittlungen der Kripo Würzburg zu den genauen Abläufen dauern in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg noch an.

Vorherige Berichterstattung vom 17.11.2020, 10 Uhr

Nach einem tragischen Vorfall beim Spielen sucht die Polizei Zeugen: Bereits am Samstag (14.11.2020) wurde ein neunjähriger Junge bei Spielen in Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus starb. Dies teilt die Politei am Montag mit. Die genauen Hintergründe des Unfalls sind nun Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg. 

Wie am Dienstag bekannt wurde, haben die Ermittler derzeit keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher. "Da sind viele Dinge noch unklar." Die Leiche soll noch am Dienstag obduziert werden.

Neunjähriger stirbt in Karlstadt - Leiche soll obduziert werden

Der Neunjährige und mehrere andere Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren hatten am Samstagnachmittag auf dem Gelände der Grundschule in der Heldstraße gespielt. Währenddessen zog sich der Neunjährige gegen 16.15 Uhr lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach einer Erstbehandlung durch einen Notarzt wurde der Junge in ein Krankenhaus gebracht, wo er noch am Abend starb.

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, ist bisher nicht klar. . "Es müssen noch ganz viele Zeugen befragt werden, auch Kinder", sagte der Sprecher. Um den genauen Hergang und die Hintergründe zu klären, hat die Kriminalpolizei Würzburg noch am Samstagnachmittag ihre Ermittlungen aufgenommen. Von der Polizei hinzugezogene Notfallseelsorger kümmerten sich um die Betroffenen.

Die Kriminalpolizei bittet weiterhin Zeugen, welche die Kinder am Samstagnachmittag beim Spielen beobachtet haben und sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefon 0931/457-1732 zu melden.

 

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