In Gemünden am Main wurde Anfang des Jahres ein Ehepaar leblos in seinem Schlafzimmer aufgefunden. Beide erlitten offenbar eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die 68 Jahre alte Frau konnte nicht mehr gerettet werden. Die Kriminalpolizei Würzburg hat nach langen Ermittlungen nun die Ursache für die Vergiftung des Paares gefunden.

Update vom 28.04.2021: Frau stirbt an Kohlenmonoxid-Vergiftung - Giftiges Gas kam aus Pellets-Lager

Mitte Januar fand ein Sohn seine Eltern leblos in ihrem Wohnhaus im Stadtteil Wernfeld in Gemünden am Main. Während der 72-jährige Mann in eine Klinik gebracht wurden und sich wieder erholte, starb seine Frau. Beide hatten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten.

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet, hat die Kriminalpolizei Würzburg nun die Ursache für das giftige Gas gefunden. Mit Unterstützung von Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts wurden die Heizungsanlage und der Keller des Hauses genauer untersucht.

Ein Gutachten des Landeskriminalamts schaffte nun endgültig Gewissheit: Nicht die Heizungsanlage selbst, sondern die Pellets, die im Keller gelagert wurden, hatten das Kohlenmonoxid abgegeben. Durch Risse im Mauerwerk konnte das Gas in die Wohnräume und schließlich das Schlafzimmer des Ehepaares gelangen.

Ursprüngliche Meldung vom 15.01.2021: Ehepaar leblos in Wohnhaus entdeckt

Nachdem am Dienstagnachmittag (12.01.21) eine 68-Jährige in Gemünden (Landkreis Main-Spessart) gestorben ist und ihr Ehemann schwer verletzt wurde, haben am Mittwoch (13.01.21) Beamte der Kriminalpolizei Würzburg gemeinsam mit Spezialisten des Landeskriminalamtes weitere Untersuchungen in dem Wohnhaus durchgeführt

Derzeit spricht alles dafür, dass eine CO-Vergiftung den Tod der Frau ausgelöst hat, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt.

Todesursache höchstwahrscheinlich CO-Vergiftung

Wie bereits berichtet, hatte der ebenfalls in dem Wohnhaus im "Wernweg" lebende Sohn des Ehepaares seine Eltern in deren Schlafzimmer gegen Nachmittag leblos vorgefunden und den Notruf gewählt. Während der Vater gerettet werden konnte, kam für die Mutter leider jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch vor Ort. Der Zustand des 72-Jährigen, der aktuell noch in einer Klinik behandelt wird, ist mittlerweile stabil.

Am Dienstag (12.01.21) hatten sich bereits erste Anzeichen für eine erhöhte CO-Konzentration im Haus abgezeichnet. Um diesem Verdacht auf den Grund zu gehen waren Experten vom Landeskriminalamt am Mittwoch (13.01.21) angereist und hatten gemeinsam mit der Kripo Würzburg intensive Untersuchungen in dem Wohnhaus durchgeführt. 

Auch im Laufe des Donnerstags (14.01.21) wurde nochmal ein spezieller Gutachter insbesondere zur Inaugenscheinnahme der Pelletsheizung hinzugezogen. Die Herkunft des Kohlenmonoxides ist weiterhin Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen, vieles spricht derzeit für eine technische Ursache. Das Wohnhaus ist weiterhin nicht bewohnbar.