Das Fischessen vereinte die Mitglieder der Frauenunion aus Altenkunstadt und den Nachbarorten im katholischen Pfarr- und Jugendheim. Das Treffen bot zugleich eine gute Gelegenheit, sich mit dem aktuellen politischen Geschehen zu befassen, wobei Bürgermeister Robert Hümmer besonders auf die bevorstehende Grundschulsanierung einging.


Straßenausbau und Bushäuschen

In der allgemeinen Aussprache kam auch der Ausbau der Staatsstraße 2191 zwischen Altenkunstadt und Weismain zur Sprache. Hier wurde angeregt, im Rahmen dieser Maßnahme in Höhe Woffendorf eine Linksabbiegerspur mit einzuplanen.
Zum betreuten Wohnen regte Johann Schwarzmann an, derartige Wohnmöglichkeit auch künftig im Auge zu behalten; Bürgermeister Hümmer konnte dazu anmerken, dass weitere barrierefreie Wohnungen demnächst in Altenkunstadt entstehen können. Zudem kam die Anregung, in der Theodor-Heuss-Straße ein Buswartehäuschen zu errichten; zwei dieser Einrichtungen sind bereits geplant, informierte der Rathauschef.
Zuvor hatte die stellvertretende Vorsitzende der Frauenunion Altenkunstadt, Walburga Kraus, das alljährliche Fischessen eröffnet. Nachdem allen die Heringe und der weiße Käse geschmeckt hatten, griff Gemeinderätin Melita Braun eines der wichtigsten Themen des Abends auf, die Sanierung der Grundschule von Altenkunstadt.
Sie betonte, dass dies für alle keine leichte Entscheidung war. Damit könne die Schule jedoch in ihrem bisherigen Umfeld verbleiben, eine Ganztagsklasse sei künftig mit vorgesehen und vor allem der bestehende Raumbedarf (was bei einem Neubau nicht möglich gewesen wäre) muss nicht verändert werden. An diesen Punkt knüpfte auch Bürgermeister Hümmer an, der daran erinnerte, dass die Grundschulsanierung den Gemeinderat schon viele Jahre beschäftigte, wobei vor allem die energieaufwendigen Nachtspeicheröfen ein Grund dafür waren, dass über eine Renovierung nachgedacht wurde. Erfreulich dabei, dass der Gemeinde Altenkunstadt für den ersten Bauabschnitt, der mit rund einer Million Euro veranschlagt ist, Fördermittel in Höhe von 90 Prozent erhalten wird. Letztendlich waren sich aber die Gemeinde, die Schulleitung und der Elternbeirat einig, das Gebäude an seinem bisherigen Standort weiterhin zu nutzen und gründlich zu sanieren, wofür Bruttogesamtkosten von 7,1 Millionen Euro, einschließlich der Gestaltung der Außenanlagen, ermittelt wurden.
Dies eröffnet dann die Möglichkeit, Verbesserungen in den Schulräumen wie auch im Hort und der Turnhalle vorzunehmen und zugleich eine Ganztagsschule mit vorzusehen. Aufgrund der Bausumme waren europaweite Ausschreibungen erforderlich, jedoch sei er guter Hoffnung, erläuterte Bürgermeister Hümmer, dass die Förderanträge eingereicht werden können, wenn die Planungen durch das Ingenieurbüro Horstmann & Partner, Bayreuth verfeinert sind. Als Baubeginn nannte Hümmer das kommende Jahr.
Er griff dann mit der Aufwertung des Kordigastes ein weiteres aktuelles Thema auf. Hier sei zunächst einmal die Freilegung des Felsplateaus vorgesehen.
Bei der Abwasserbeseitigung von Burkheim/Pfaffendorf stehe ein Anschluss an Ringleitung bei Röhrig bevor, die dann zur Kläranlage in Burgkunstadt führt, während für Zeublitz eine Kleinkläranlage vorgesehen ist. Hümmer informierte zudem darüber, dass es in diesem Jahr, nachdem zur gleichen Zeit in Burgkunstadt das Altstadtfest stattfindet, vom 25. bis 27. August einen Kino-Sommer in Altenkunstadt geben wird, am 7. Mai stehe die Gewerbemesse auf dem Baur-Gelände und am 24. September das gemeinsame Bierfest von Burgkunstadt, Weismain und Altenkunstadt auf dem Sportheimgelände am Main bevor.


Zeulner will sich einsetzen

Anschließend konnte im Kreise der Frauenunion die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner begrüßt werden, die die Frauenunion von Altenkunstadt als einen verlässlichen Partner innerhalb der CSU bezeichnete. Die Abgeordnete bezeichnete es als wichtig, dass Infrastrukturmaßnahmen geschaffen werden, um die Arbeitsplätze in der Region zu halten. Sie verdeutlichte zugleich ihre Anstrengungen mit einer "Allianz für die Heimat". Ein weiteres Anlegen war ihr das Pflegebedürftigkeitsgesetz, wobei Zeulner vor allem darauf verwies, dass die Zahl der Mitmenschen, die in Pflege kommen, immer größer werde. Unter diesem Aspekt seien auch die Mütterrente und ein Vorsorgefonds, um rechtzeitig dem demokratischen Wandel vorzubeugen, zu sehen. Zusammenfassend sagte die Abgeordnete, dass sie sich weiterhin bemühe, eine Ansprechpartnerin für die Region zu sein.