"Das ist das beste was mir passieren konnte", sagt Christian Greiner über sein Volontariat, das er seit dem 15. Mai beim Stadtmuseum und Stadtarchiv sowie beim Geschichtsverein Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) absolviert. Gestern wurde er im Stadtmuseum der Öffentlichkeit vorgestellt.

"In meiner Promotion ging es um Städtegeschichte, das ist quasi mein Steckenpferd. Außerdem kann ich hier alle meine praktischen Erfahrungen einbringen, die ich im Vorfeld gesammelt habe", so Greiner auf die Frage, warum genau das Volontariat in Lichtenfels das beste ist, was ihm passieren konnte.

"Ein Volontariat ist ein Ausbildungsverhältnis, bei dem jemand der akademisch ausgebildet ist noch das praktische Handwerkszeug erhält", sagte Bezirksheimatpfleger Günter Dippold. Das CHW sei in den vergangenen Jahren massiv gewachsen und habe nun 1700 Mitglieder, immer mehr Veröffentlichungen und immer mehr zu tun. Die Grenzen der Belastung seien für die ehrenamtlichen Mitarbeiter erreicht. Deshalb hofft er nun besonders auf Christian Greiner, der etwa 40 Prozent seiner Ausbildung beim Geschichtsverein verbringen wird. Hier zählen die Organisation, beispielsweise von Veranstaltungen sowie die Mitarbeit an Veröffentlichungen zu den Aufgaben des neuen Volontärs.

Im Museum deckte ihn Stadtarchivarin und Museumsleiterin Christine Wittenbauer bereits mit Kartons aus dem Archiv ein. Diese sind gefüllt mit Akten aus dem 19. Jahrhundert, die es nun zu inventarisieren gilt. Das ist nicht nur im Archiv, sondern auch im Museum die Hauptaufgabe Greiners. Anschließend wird er aus den inventarisierten Objekten eine Sonderausstellung zusammenstellen. "Außerdem ist eine Veröffentlichung vorgesehen", so Wittenbauer weiter.

Lichtenfels' Bürgermeisterin Bianca Fischer umschreibt den Umstand, dass Greiner sowohl bei der Stadt als auch beim CHW arbeiten wird, so: "Wir mussten ihn halbieren."

Greiner, der in Augsburg geboren wurde, sieht seiner neuen Tätigkeit zuversichtlich entgegen. Ihm ist es wichtig, dass er eigenverantwortlich arbeiten kann und einen tieferen Einblick in die Materie erhält. Wie wichtig das Volontariat für ihn persönlich ist, stellt er zum Schluss noch einmal klar: "Das ist der entscheidende Schritt in meinem Berufsleben."

Greiner muss jetzt erstmal die Gegend kennen lernen, wie er selbst sagt. Das trifft sich mit seinem Hobby: Er fährt gerne Rad.