Die Regeln unserer Serie "Jeder gegen jeden" zur Bundestagswahl sind denkbar einfach: Jeder Kandidat darf jedem anderen Kandidaten eine Frage stellen.
Nach der Antwort des Befragten hat der Fragesteller noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren.
Heute will Thomas Bauske (SPD) von Georg Hock (AfD) wissen, ob er eine Politik im Stile Donald Trumps auch für die Bundesrepublik will.

Thomas Bauske: Die AfD hat den Wahlerfolg Donald Trumps begrüßt, sieht man ihn doch ebenfalls als Teil der weltweiten rechtspopulistischen Bewegungen. Wünschen Sie sich eine Politik im Stile Trumps auch für Deutschland?
Georg Hock: Mit der Wahl von Donald Trump hat das amerikanische Volk erstmals seit Jahrzehnten Widerstand gegen das herrschende System und das das Land beherrschende Establishment aus Politik, Medien und globalisierter Finanzwirtschaft gezeigt. Insbesondere auch mit der Abwahl des linken Clinton-Clans der sogenannten "Demokraten". Tatsache ist, dass es deutliche Parallelen zwischen dem politischen Kurs von Donald Trump und der AfD gibt.
Trump steht - ebenso wie die AfD - für einen "neuen Stil". Der Republikaner spricht ähnliche Themen an wie die Alternative für Deutschland - vom Wohlstandsverlust der Mittelschicht bis hin zu Defiziten im Bildungsbereich. Aufgrund Trumps bisher getätigter Aussagen verfolgen wir als Deutsche und Europäer hoffnungsvoll seine außenpolitischen Positionen, weil sich diese wohltuend vom Kurs der vergangenen Jahrzehnte unterscheiden. Sie kündigen einen Weg der Nichteinmischung, der Lösungen und der Ordnung an.
Trump hat die stabilisierende Funktion von Grenzen als eine zivilisatorischen Errungenschaft erkannt. Insbesondere der Widerstand gegen das volksverdummende sogenannte "Klimaschutzabkommen" und das schrittweise noch in Kraft zu setzende Einreiseverbot aus bestimmten muslimischen Ländern wird sich noch als wertvoll für die USA erweisen.
In fast all diesen Punkten ist die AfD ein natürlicher Verbündeter, denn wir stehen als einzige deutsche Partei in klarer Opposition zur falschen Politik von Kanzlerin Merkel, die mit ihrer Regierung Deutschland und Europa nachhaltigen Schaden zufügt.
Und für die AfD gilt: "Deutschland zuerst". Die Wahl von Donald Trump begrüße ich ausdrücklich.

Thomas Bauske: Dann zählen Sie zu den Menschen, die immer noch nicht verstanden haben, dass Trumps "America first" im Umkehrschluss auch heißt: "Deutschland und die restliche Welt später".
Trump kritisiert die wirtschaftliche Stärke und den Außenhandelsüberschuss Deutschlands, möchte uns stärker in außenpolitische Konflikte hineinzwängen und drängt deutsche Unternehmen vom amerikanischen Markt. So wollen Sie Deutschland stärken?

Im Teil 33 unserer Serie fragt morgen Thomas Bauske (SPD) Stefan Wolf (FDP) nach der Idee seiner Partei für die Rente ab 60.



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