Dieser Blick vorab lohnt sich: Auf der Internetseite des Landkreises wird ab sofort unter www.lkr-lif.de/kfz-wartezeit die durchschnittliche Wartezeit in der Zulassungsstelle, die Anzahl der derzeitigen Besucher und die nächste Aufrufnummer angezeigt. Die Daten werden in Echtzeit übertragen und können mit einem mobilen Endgerät abgerufen werden. Die Anzeige des aktuellen Besucheraufkommens bietet den Bürgern einen Anhaltspunkt, wie lange aktuell die Wartezeit in der Zulassungsstelle ist.

"Mit diesem zusätzlichen Service bieten wir die Möglichkeit, dass die Bürger schon vor dem Weg ins Landratsamt sehen können, ob in der Zulassungsstelle lange Wartezeiten zu erwarten sind oder nicht", erklärt Landrat Christian Meißner den neuen Bürgerservice.
"Unsere internen Auswertungen haben ergeben, dass insbesondere an Brückentagen erfahrungsgemäß mit hohem Besucheraufkommen zu rechnen ist. Zudem können die Bürger durch die durchgängigen Öffnungszeiten über Mittag auch die Zulassungsstelle nutzen."


Zulassungsstelle am Landratsamt

Aktuell sind etwa 65 000 Fahrzeuge im Landkreis Lichtenfels zugelassen. Pro Jahr sind etwa 45 000 sogenannte Zulassungsvorgänge für die Mitarbeiter zu verzeichnen.

Diese beinhalten neben An-, Um- und Abmeldungen auch die Anschreiben und Nachverfolgung bei Halter- und Standortwechsel, bei Mängelanzeigen wie TÜV-Überschreitungen, bei Steueranzeigen und Versicherungsaufhebungen.
Auch ist nach einem Umzug oder wenn sich zum Beispiel der Name durch eine Heirat geändert hat, ein Besuch in der Zulassungsstelle ebenso unerlässlich wie für ein sogenanntes Kurzzeitkennzeichen und die Ausstellung von Ersatzdokumenten.


Online zu erledigen

Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass nicht bei jedem Anliegen ein Besuch vor Ort erforderlich ist, sondern bereits online erledigt werden kann. Dazu gehören die Reservierung eines Wunschkennzeichens, ein Antrag für eine Feinstaubplakette oder eine Außerbetriebsetzung.

Die vier Mitarbeiter in der EDV im Landratsamt sind für die technische Betreuung von insgesamt 230 Arbeitsplätzen und etwa 200 unterschiedlichen Applikationen zuständig. Die neue Lösung mit der Wartezeit in der Zulassungsstelle wurde sozusagen "inhouse" entwickelt, wie das Amt erklärt.