In den vergangenen fünf Wochen behandelten die Ausbilder mit den Lehrgangsteilnehmern die verschiedenen Gebiete, auf denen die Neulinge firm sein müssen, um als künftige Feuerwehrleute im Notfall sprichwörtlich "nicht auf dem Schlauch zu stehen".
Inhalte des Lehrgangs waren beispielsweise Geräte- und Fahrzeugkunde, Einweisung in den Sprechfunk, richtiges Verhalten in diversen Gefahrensituationen und natürlich das fachgerechte Löschen.
Mit freilich ein wenig Lampenfieber waren die 17 allesamt männlichen Feuerwehrleute in spe an diesem Samstagnachmittag nach Ebensfeld gekommen, wo zum - hoffentlich krönenden - Abschluss der Feuerwehrgrundausbildung die finale Prüfung stattfand. Zunächst hatten die Prüflinge aus den Feuerwehren Ebensfeld, Unterbrunn, Lichtenfels, Unterneuses, Kleukheim, Birkach, Draisdorf, Kümmel und Pferdsfeld ihr erworbenes Wissen im praktischen Teil unter Beweis zu stellen.
Dabei galt es etwa, einen Unterflurhydranten fachgerecht zu bedienen oder einen Brustbund-Knoten ("Feuerwehr-Rettungsknoten") anzulegen, der in Ermangelung eines Sicherheitsgurts zur Personensicherung dient.
Doch das war natürlich erst die halbe Miete. Denn dann fand die Prüfung ihre Fortsetzung im theoretischen Part. "Wie ist eine Person, die über tragbare Leitern gerettet werden soll, zu sichern?" oder "Was besagt die Sicherheitsregel beim Einsatz von Spreizern?" lauteten zwei der Fragen. Insgesamt 50 davon hatten die Prüflinge im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten.
Die gute pädagogische Arbeit der Ausbilder und der Fleiß der Prüflinge trug Früchte, wie sich wenig später zeigen sollte: "Ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen - ihr habt alle bestanden!" Mit diesen Worten sorgte, nachdem die Bögen korrigiert worden war, Lehrgangsleiter Wachsmann, für Erleichterung und Freude bei den Teilnehmern, die sich nun "Truppmann" nennen können.
Die meisten davon hatten die Vorgabe, über die Hälfte der Fragen korrekt zu beantworten, locker erreicht, ein Großteil schaffte über 40 richtige. Wachsmann gratulierte den jungen Leuten, die erfreut die Urkunden entgegennahmen und nun einen wichtigen ersten Schritt in ihrer Feuerwehr-Ausbildung vollzogen haben. Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein schloss sich im Namen des Feuerwehrkreisverbandes Lichtenfels den Glückwünschen an. "Was würde uns die ganze Feuerwehrtechnik nützen, wenn sie niemand bedienen kann?" Mit dieser Frage hob er die essenzielle Bedeutung der Ausbildung hervor. Dank gebühre ferner den Ausbildern und Prüfern sowie Führung und Vorstand der Ebensfelder Feuerwehr für die Ausrichtung der Prüfung. Der Kreisbrandinspektor ließ in seinen Worten herzliche Grüße von Kreisbrandrat Timm Vogler und Bürgermeister Bernhard Storath übermitteln. Beide hätten gerne persönlich gratuliert, seien aber aus terminlichen Gründen verhindert, so Elflein.
Die Prüflinge, die diesen ersten Schritt in ein Feuerwehrleben gemeistert hatten, durften sich zusammen mit weiteren Vertretern der Feuerwehr abschließend das vom Bewirtungsteam um Franz Kropp vorbereitete Essen schmecken lassen.