Ein kulturhistorisches Objekt ersten Ranges stellt das Notizbuch von Gottfried Hofmann aus dem Jahr 1865 dar. Und dabei wäre es beinahe im Schrank von Urenkel Bernhard Hofmann vergessen worden. Jetzt widmete Heimatforscher Hubert Kolling aus Unterzettlitz dem seltenen literarischen Fund und seinem umtriebigen Verfasser eine wissenschaftliche Arbeit.
Ins Rollen gekommen war das Projekt durch Kollings Interesse an einem steinernen Hochkreuz aus dem Jahr 1889, das in die Hauswand von Bernhard Hofmanns Anwesen integriert ist. "Hochkreuze gibt es in unserer Region eigentlich wie Sand am Meer, aber diese Variante ist eine echte Rarität", erklärt Kolling. Zurückzuführen ist das Objekt auf den Ökonomen Gottfried Hofmann, der 1861 von Romans thal nach Unterneuses zog und somit zum "Stammvater" aller Hofmanns im Ort avancierte.