Gute Stimmung gleich zu Beginn: "Wir dürfen Sie im Namen der Schulleitung recht herzlich begrüßen", begann stellvertretender Schulleiter Matthias Welsch seine Festrede. Heinz Zech ist der neue Realschuldirektor - seit 1. August ist er zwar schon im Dienst, aber jetzt erst wurde er offiziell in sein Amt eingeführt.

Heinrich Hausknecht, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Oberfranken, stellte den neuen Schulleiter vor. 1954 kam Heinz Zech in Lichtenfels zur Welt, besuchte dort die Grundschule und das Meranier-Gymnasium. Nach dem Abitur 1973 studierte Zech an der Universität Erlangen Lehramt für Mathematik und Physik. Es folgte ein umfangreicher Einsatz in Real- und Seminarschulen in München-Pasing und Forchheim (bis 1979), dann der Einsatz in der Realschule Coburg II für 22 Jahre bis 2001. Bis Juli 2006 arbeitete und unterrichtete Heinz Zech als Realschulkonrektor an der Viktor-von-Scheffel-Realschule in Bad Staffelstein. Danach wechselte er für sechs Jahre in die Siegmund-Loewe-Realschule nach Kronach, wo er bis Juli 2012 als Direktor tätig war.

Besondere Schwerpunkte im Rahmen der Arbeit setzt Heinz Zech bei der EDV-Schulverwaltung und der Medienerziehung.
Dabei kommen dem 58-Jährigen Lichtenfelser seine Erfahrungen und Kenntnisse als früherer Informatik-Fachbetreuer zugute.

Ein besonderes Anliegen ist ihm die Förderung der Kompetenz aller Schüler, auch außer halb des Unterrichts - damit sind Sport, Kunst, Musik, Theater und soziales Engagement gemeint. "Alle Schüler sind gleich wichtig, aber nicht alle Schüler sind gleich!", sagte der neue Direktor in seiner Rede. Er wünschte sich "eine von gegenseitigem Vertrauen geprägte Partnerschaft" und sucht die Zusammenarbeit mit den Eltern: "Bei aller Arbeit muss der Schüler im Mittelpunkt stehen!"


Zum Start gab's eine Schultüte


Gute Zusammenarbeit wünschen sich auch das Lehrerkollegium und der Personalrat. Mario Fehn hatte zur großen Überraschung seines neuen Chefs und zur Freude der vielen Gäste eine leere Schultüte vorbereitet und übergab sie Zech mit einigen "Zutaten": ein breites Kreuz, Umsicht, neue Saiten, eine Lupe für den Durchblick, ein guter Draht zur Schulfamilie, ein offenes Ohr und ein paar Arbeitshandschuhe.

Doch auch Heinz Zech hatte eine Überraschung parat. Er wartete ab, bis seine Stellvertreter Matthias Welsch und Tabinda Plischke, Landrat Christian Meißner (CSU) und Schülersprecher Hannes Krauß ihre Grußworte gesprochen hatten. Als die musikalische Unterhaltung in vollem Gang war, verließ er seinen Platz in der ersten Reihe, ging schnurstracks zur Bühne, schnappte sich eine schneeweiße Bassgitarre - und spielte bei der Lehrerband mit.

Auch das ist eines seiner Hobbys, neben Fußball und Basketball (beides passiv). Heinz Zech ist verheiratet, hat zwei Töchter und zwei Enkel. Sein Motto lautet: "Es geht in der Schule immer um Menschen, deshalb sollte es menschlich, ehrlich und gerecht zugehen."