Ein schwerer Unfall auf der A73 ist verhältnismäßig glimpflich ausgegangen - sorgt aber für enorme Behinderungen. Laut ersten Informationen der Polizei sind am Montagmorgen gegen 7:15 Uhr auf der A73 vier Lkw miteinander kollidiert. Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Ausfahrten Lichtenfels und Bad Staffelstein.

Auslöser des Ganzen war wohl ein missglücktes Bremsmanöver, bei dem ein Pkw ins Schleudern kam. Die beteiligten Autos kamen unbeschadet zum Stehen und auch zwei der unmittelbar folgenden Lkw-Fahrer konnten noch rechtzeitig bremsen. Ein nachfahrender Lkw erkannte die Situation allerdings nicht rechtzeitig - es kam zur Kollision. Das Führerhaus des Lkw wurde beinahe vollständig zerstört, der Fahrer hatte allerdings Glück. Er kam mit leichten Verletzungen davon.

In diese Unfallsituation prallte laut Polizei schließlich noch ein vierter Lkw-Fahrer. Auch dieser wurde leicht verletzt. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass dieser Fahrer mit 0,7 Promille alkoholisiert war.

Autobahnsperrung dauerte mehrere Stunden

Drei der vier beteiligten Lkw mussten durch eine Spezialfirma geborgen werden. Zudem war die Fahrbahn erheblich durch auslaufende Betriebsstoffe verunreinigt. Deshalb wurde die Richtungsfahrbahn für die Dauer der erforderlichen Arbeiten mehrere Stunden lang gesperrt. Es kam insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen.

Neben Kräften der umliegenden Polizeidienststellen und der Straßenmeisterei Bad Staffelstein waren ca. 50 ehrenamtliche Helfer der Feuerwehren Lichtenfels, Bad Staffelstein und Ebensfeld im Einsatz.

Der Kommandant der Bad Staffelsteiner Feuerwehr, Stefan Liebl, war bei den Einsatzkräften, die den Verkehr auf der Umleitungsstrecke regelten. "Wir haben den Verkehr an zwei Stellen ausgeleitet. Auf der B 173 bei Seubelsdorf und an der Anschlussstelle Bad Staffelstein-Kurpark."

Zwei Umleitungsstrecken

Wer auf der B 173 am Autobahndreieck weiter Richtung Coburg fahren wollte, musste durch das Lichtenfelser Stadtgebiet hindurch, wer Richtung Süden fuhr, nahm die Landstraße Richtung Grundfeld - um danach auf den Verkehr aufzulaufen, der von der Autobahn kam.

Auf den Umleitungsrouten herrschte dichter Verkehr. Da die Lichtenfelser Straße in Bad Staffelstein wegen der Verlegung von Glasfaserkabeln gesperrt war, wichen viele Autofahrer auf Eremitenstraße, Peuntstraße, Viktor-von-Scheffel-Straße und Hirtenweg aus, um dann wieder auf die Horsdorfer Straße zu gelangen. Die zweite Route war die U20, die über das Kurzentrum und den Frankenring führte.

"Aus unserer Sicht muss man schon sagen, dass hier die viel diskutierte Ostumgehung einen besseren Verkehrsfluss ermöglicht hätte", sagt Liebl.

Fast gleichzeitig ereignete sich auch auf derA70 in Oberfranken ein schwerer Unfall - hier lag ein Pkw auf dem Dach, auch hier war die Autobahn vorerst voll gesperrt.