Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Normalerweise hätten sich die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks am Jahresende zu einer gemütlichen Feier mit Ehrengästen getroffen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. "Leider hat uns die aktuelle Lage einen Strich durch die Rechnung gemacht", erläutert Johannes Stich vom THW-Ortsverband. "Aber als Einsatzorganisation sind wir es ja gewohnt, flexibel zu reagieren." Die Jahresabschlussfeier wurde auf ungewohnte Weise durchgeführt: als Videokonferenz.

Dass auch beim THW Bad Staffelstein Corona das bestimmende Thema in 2020 war, zeigte sich im Jahresrückblick des Ortsbeauftragten: Etwa 4000 Einsatzstunden leisteten demnach die Helfer im Rahmen der Pandemiebekämpfung.

In Pandemielagern eingesetzt

Der Schwerpunkt lag dabei vorwiegend auf Unterstützung im logistischen Bereich. Mehrere Kräfte des Bad Staffelsteiner Teams waren in den zentralen Pandemielagern des Bundes und des Freistaates Bayern eingesetzt. Den heimischen Landkreis unterstützte der Ortsverband unter anderem bei der Verteilung von Schutzausstattung und Desinfektionsmittel an Bedarfsträger sowie bei der Verwaltung des zentralen Pandemielagers des Landkreises Lichtenfels. Dabei übernahmen die THWler auch einige eher ungewöhnliche Aufgaben: Beispielsweise füllten sie über 1200 Liter Desinfektionsmittel in 1-Liter-Flaschen um und schnitten 800 Meter Stoff in Streifen, damit dieser zum Nähen von Do-It-Yourself-Masken an die Bevölkerung verteilt werden konnte.

Freude über neues Fahrzeug

Johannes Stich wusste daneben noch von einem neuen Fahrzeug zu berichten, über das sich die Helfer im Juli dieses Jahres freuen konnten. Ein nagelneuer Mercedes-Benz Arocs 1830 folgte dem bisherigen Daimler Benz 1417 CA mit Baujahr 1986 als neuer Lastkraftwagen mit Ladebordwand der Fachgruppe Elektroversorgung. Die mit dem neuen Rahmenkonzept entstandene Fachgruppe N (Notversorgung und Notinstandsetzung) konnte mit verschiedener Ausrüstung ausgestattet werden, und für den Ortsverband wurde ein Gabelstapler angeschafft. Außerdem schlossen im Sommer zwei Helfer ihre Grundausbildung erfolgreich ab.

"Natürlich hoffen wir, möglichst bald zur Normalität zurückkehren zu können. Dennoch wird uns die Pandemie noch eine Zeit lang beschäftigen", so Johannes Stich.

Aufträge an Weihnachten

Auch über die Feiertage werden die Ehrenamtlichen wieder im Einsatz sein; einige Aufträge liegen bereits vor. Der Ortsbeauftragte dankte den Aktiven für ihr großes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft, vor allem unter den erschwerten Umständen in diesem Jahr.