Hoch konzentriert beugen sich Simon Müller und Lukas Reuter über die Karte. Dann greift Simon zum Sprechfunkgerät und meldet sich mit den Worten: "Heros Schiedsrichter für Junghelfer, kommen." Am anderen Ende lautet die Antwort: "Hier Heros Schiedsrichter, kommen." Jetzt ist wieder Simon an der Reihe: "Frage: Ist die Koordinate PA 5057762 die Kirche in Neustadt?"

Es ist ein Funkgespräch, bei dem es sich um eine Übung handelt. Eine von einer Reihe von Übungen, mit denen sich die Staffelsteiner THW-Jugend auf den oberfränkischen Bezirkswettkampf der THW-Jugend vorbereitete. Am Samstag, 9. Juni, treten nämlich in Pegnitz sechs Mannschaften aus verschiedenen oberfränkischen Ortsverbänden gegeneinander an. Der Sieger vertritt dann den Bezirk auf Landesebene. Neben Kartenkunde und Sprechfunk müssen die Jugendlichen noch andere Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit und nach den Vorschriften lösen.

Bei der Generalprobe vor einer Woche auf dem Gelände des THW in Wolfsloch wurde unter Wettkampfbedingungen geübt. "Die Beleuchtung für den Wettkampfplatz haben wir ziemlich schnell aufgebaut", berichtet Lukas Reuter. Eine andere, THW-spezifische Aufgabe war der Bau einer Transportseilbahn aus zwei Dreiböcken zum Transport von Material sowie der Transport verletzter Personen.


Zu Hause bleiben? Niemals!



Für die Staffelsteiner THW-Jugend ist es die erste Teilnahme an einem Bezirkswettkampf. Dafür haben sie in den letzten Wochen hart trainiert. Ursprünglich wollte man gemeinsam mit einem benachbarten Ortsverband ein Wettkampf-Team bilden. Doch daraus wurde nichts. Deshalb zu Hause bleiben, kam aber auch nicht in Frage. "Notfalls nehmen wir in der Mindestbesetzung von sechs Junghelfern, statt der geplanten zehn, teil", erklärt THW-Gruppenführer Daniel Schell. Ein Team darf aus maximal zehn Jugendlichen bestehen, deren Alter - zusammengerechnet - nicht mehr als 140 Jahre betragen darf. Simon Müller und Lukas Reuter haben sich jedenfalls gut vorbereitet. Sie wissen, dass Heros der Funkname des THW ist. Das Wichtigste für die beiden zehn- und elfjährigen Buben ist die Teilnahme am Wettbewerb. Alles andere wird sich dann schon finden.