Die Staffelsteiner Bundesliga-Kegler haben - wie erwartet - beim ungeschlagenen Tabellenführer und Titelverteidiger Rot-Weiß Zerbst klar mit 1:7 verloren. Die Oberfranken trafen auf einen Gastgeber, der einen überragenden Tag erwischt hatte und mit 3971 Holz einen Mannschaftsbahnrekord auf der Zerbster Bahn aufstellte. Dennoch traten die Staffelsteiner erhobenen Hauptes die Heimfahrt an. Die Gäste hielten lange mit und fällten gute 3724 Kegel.


Craciun bester Staffelsteiner

Überragend agierte Cosmin Craciun, der mit 663 Holz den einzigen Mannschaftspunkt für den SKC gewann. In der Tabelle hat dies keine Auswirkungen für die SKCler. Sie bleiben auf Rang 4, da der Fünfte Lorsch vor eigenem Publikum gegen Breitengüßbach mit 3:5 unterlag. Allerdings hat der Dritte Schwabsberg nun drei und Bamberg fünf Punkte Vorsprung vor Staffelstein.


Tschechen Vicha und Hazva im Stau

Vor dem Spiel wurde die geplante Startaufstellung des SKC komplett durcheinander geworfen. Der Grund dafür war, dass die beiden Tschechen, Jiri Vicha und Jaroslav Hazva, aufgrund von Straßenglätte im Stau steckten und Zerbst nicht erreichten.
Am Samstag wurde die Bahnanlage in Zerbst in Anwesentheit des Bürgermeisters auf "Stadtwerke Kegelsportcenter" getauft. Dies schien Fabian Seitz für die Gastgeber zu beflügeln. Gegen den Staffelsteiner Thorsten Reiser spielte Seitz großartig auf. Am Ende stellte er mit der ersten 700 in Zerbst einen neuen Einzelbahnrekord auf.
Reiser konnte nur noch hinterher schauen und staunen. 192 Kegel zauberte der Seitz auf seine erste Bahn. Reiser hatte da schon 41 Holz verloren. Der Staffelsteiner legte mit 168 stark nach, was gegen die 178 Holz von Seitz aber nicht zum Satzgewinn reichte. Mit weiteren 169:151 und 165:153 ließ der Zerbster seinem Gegenüber (623) nicht den Hauch einer Chance.
Zeitgleich musste Cosmin Craciun gegen Axel Schondelmaier starten. Der Staffelsteiner verlor gleich den ersten Satz mit 153:161. Danach fand der Adam-Riese-Städter aber ins Spiel, legte 180 auf die Bahn und knöpfte dem Zerbster 31 Holz ab. Starke 168:160 und 162:138 katapultierten Craciun auf 663 Holz, so dass er gegen Schondelmaier (608) einiges, was Reiser verloren hatte, wieder gutmachte.


Schneider kauft Zeitler den Schneid ab

In der Mitte begann der Staffelsteiner Jürgen Zeitler klasse und belohnte sich mit 175 Kegel. Doch Thomas Schneider holte sich den Satz mit drei Neunern auf den letzten Würfen mit 179. Auch Zoltan Hergeth begann furios mit 185 Kegeln gegen Uros Stocklas (173). Doch damit hatten die Gäste offensichtlich das Pulver verschossen. Der Zerbster Schneider legte 169,172 und 167 nach, was ihn auf 687 Kegel brachte. Zeitler blieb mit 157, 150 und 150 bei dennoch guten 632 Holz hängen. Auch Hergeth ließ nach. Seine 153, 149 und 141 verhinderten ein besseres Gesamt von 628 Kegel. Diese reichten bei weitem nicht gegen den Routinier Stocklas. Mit 177,172 und 164 blieb er einen Zähler hinter seinem Teamkameraden.


Ersatzleute in den Schlussduellen

Für Vicha und Hazva kamen am Ende Bernd Schwarz und Florian Bischoff zum Einsatz. Schwarz haderte und verpatzte damit sein Abräumen. Schwache 137 waren die Folge. Dies nutzte Boris Benedik gleich zu 163 Holz aus. Doch Schwarz glich auf Bahn 2 mit 156:147 aus. Erneute 156 von Schwarz übertraf Benedik allerdings mit 184 Kegeln. Auf der Schlussbahn verhinderten Pech und ein schlechter Wurf auf ein Bild ein besseres Resultat als 139. Dem Zerbster reichten so 156 zum 3:1-Sieg. Im Gesamt behielt Benedik mit 650:588 klar die Oberhand.
Bischoff verlor die ersten beiden Bahnen jeweils mit 154:157 knapp gegen Timo Hoffmann. Sichtlich verärgert kam der Staffelsteiner nicht mehr über 149 und 133 hinaus. Hoffmann hatte mit je 161 keine Probleme, den klaren Sieg davonzutragen (636:590). bsch


Die Statistik

Rot-Weiß Zerbst - SKC Staffelstein 7:1
(19:5 Sätze, 3971:3724 Holz)
Seitz - Reiser 4:0 (704:623)
Schondelmaier - Cradiun 1:3 (608:663)
Schneider - Zeitler 4:0 (687:632)
Stocklas - Hergeth 3:1 (686:628)
Hoffmann - Bischoff 4:0 (636:590)
Benedik - Schwarz 3:1 (650:588)