Eigentlich steht für den FC Lichtenfels (12.) in der Fußball-Landesliga Nordost am Sonntag um 14 Uhr beim TSV Sonnefeld (7.) ein extrem wichtiges Auswärtsspiel an, um den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld bis zur Winterpause nicht vollständig abreißen lassen zu müssen.
Ob der 21. Spieltag jedoch überhaupt stattfinden kann, hängt allein von den Witterungsbedingungen ab. Da für Sonntag Schneetreiben angesagt wurde, dürfte das Wetter, nach zwei Heimspielabsagen in Folge, wohl der aktuell härteste Gegner der Mannschaft des Trainer-Duos Alexander Grau und Christian Goller sein.
Im dicht gedrängten Spielplan ist es sowieso schwierig, weitere Partien zu terminieren. Daher sind englische Wochen für die Lichtenfelser bei weiteren Spielausfällen wohl unvermeidbar. "Das Nachholspiel gegen Fürth haben wir jetzt einfach auf das Wochenende vor dem eigentlichen Start nach der Winterpause gesetzt", sagt FCL-Trainer Christian Goller. "Außerdem haben wir bisher Glück gehabt, dass nur Heimspiele ausgefallen sind, weil wir dadurch nicht reisen müssen. Und Sonnefeld ist ja gleich um die Ecke. Von daher wären auch Spiele unter der Woche für uns machbar."
Der ohnehin größte Lichtenfelser Nachteil liegt aber im sportlichen Bereich. Schließlich hatten sich die Korbstädter nach der Negativserie gerade mit den überzeugenden Spielen gegen die Spitzenmannschaften Erlangen (1:2), Nürnberg-Buch (3:3) und Neudrossenfeld (2:0) wieder gefangen und waren drauf und dran, aus der Abstiegszone zu flüchten. Nun geht durch die vielen Spielausfälle dieses gute Gefühl so langsam wieder verloren. "Es ist schon deshalb schade, weil wir es zuletzt wirklich wieder gut gemacht haben", bestätigt Christian Goller. "Wir versuchen durch viele Trainingsspiele, den Rhythmus nicht vollends zu verlieren, aber der Hartplatz geht natürlich an die Substanz der Spieler."
Das nun für Sonntag um 14 Uhr datierte Auswärtsspiel wäre somit eine besonders wichtige Partie, alleine um wieder Spielpraxis vor der Winterpause sammeln zu können und womöglich den Abstand zum gesicherten Mittelfeld noch etwas zu verkürzen. Immerhin hat man an das Hinspiel durchwegs gute Erinnerung. Damals besiegte man den Aufsteiger in einer sehr engen Begegnung mit 3:1 und schickte den TSV in ein sportliches Loch.
Die Sonnefelder benötigten sieben Spieltage (nur ein Sieg), um sich in der Liga zu akklimatisieren. Danach startete die Mannschaft von Trainer Bastian Renk jedoch eine beeindruckende Serie und verlor seither nur noch dreimal. Dreh- und Angelpunkt im Sonnefelder Offensivspiel ist Aykut Civelek (8 Tore), der bei Greuther Fürth II und in Seligenporten bereits Regionalliga-Luft schnuppern durfte. "Mit gleich vier regionalligaerfahrenen Spielern hat Sonnefeld schon viel Qualität im Kader", weiß auch Goller. "Daher war von Beginn an eigentlich klar, dass der TSV kein gewöhnlicher Aufsteiger ist und nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde. Aber wir haben das Hinspiel gewonnen und wissen, dass wir sie knacken können."
FC Lichtenfels: Schulz, Köster - Schardt, Graf, Zollnhofer, Mahr, Lulei, S. Dietz, Hönninger (?), Oppel, Hellmuth (?), Kremer, Jankowiak, F. Goller, Wige, Mohr, Aumüller, L. Dietz