Rund drei Wochen lang hatten die Handballmänner der TS Lichtenfels Zeit, sich auf das Bezirksoberliga-Lokalderby mit dem TV Weidhausen vorzubereiten. Am Sonntag um 15 Uhr wird sich im Lichtenfelser Sportzentrum zeigen, ob die Korbstädter gegen die favorisierte Gästemannschaft von Frank Steinberger gut genug gerüstet sind. Dass dieses immer junge Duell auf hohes Zuschauerinteresse stoßen wird, darin besteht dagegen kein Zweifel.
Während sich die Weidhausener im "Niemandsland" der Tabelle aufhalten (7./14:16 Punkte), kämpfen die Mannen von Trainer Uli Hillebrand noch um den Verbleib in der Liga. Wenn es an diesem Wochenende ungünstig läuft, rutscht die TSL noch ein Stück weiter in den Tabellenkeller. Gewinnt etwa der TV Ebern (6:24 Punkte) am Samstag gegen die HG Hut/Ahorn (4:24), was durchaus realistisch erscheint, und gehen noch dazu die Korbstädter gegen am Sonntag leer aus, dann würde die Hillebrand-Truppe den kritischen zehnten Platz belegen.


TVW ist "fällig"

Nicht nur aus Sicht der vielen Lichtenfelser Anhänger ist der TVW längst "fällig". "Mit dem TV Weidhausen haben wir noch eine Rechnung offen", erklärt TSL-Trainer Uli Hillebrand. Gemeint ist damit vor allem die Niederlage aus der Hinrunde. Die TS war gegen den TVW ohne Philipp Rödel, Andreas Kraus und die Brüder Alexander und Cornelius John ins Spiel gegangen und zeigte mit der jungen Rumpfmannschaft eine sehr gute erste Halbzeit.


Herbe Hinspielschlappe für TSL

Am Ende hatte es aufgrund der Unerfahrenheit der jungen Lichtenfelser dennoch eine hohe 21:35-Niederlage gegeben. Allerdings fehlte im Hinspiel auch TVW Top-Spieler Johannes Bauer. "Vor dem Mann müssen wir uns am Sonntag ganz besonders in Acht nehmen", fordert der TS-Trainer. Möglichst genauso müssen die TSler auf Weidhausens Routinier Daniel Recknagel sowie den starken Jan Dirk de Rooij aufpassen. "Weidhausen spielt mit hohem Tempo, das wird uns stark fordern! Trotzdem ist es ein Team, das schlagbar ist", erklärt Hillebrand.
Die personellen Voraussetzungen sind bei der TS diesmal besser. In der Neuauflage des Lokalkrachers können Kraus, John & Co. im Feld Bestbesetzung aufbieten. Dessen ungeachtet gibt es diesbezüglich einen Wermutstropfen: Einmal mehr steht Top-Keeper Tim Renner nicht zur Verfügung. Insofern ist die heimische Verteidigung gefordert, den jungen Torwart Jonas Ottolinger durch einen starken Mittelblock und schnelles, konsequentes Verschieben bestmöglich zu unterstützen.