Ein Torfestival lieferten sich am Wochenende die Landesliga-Fußballerinnen des SV Leerstetten und des Schwabthaler SV. Der Tabellenführer vom Obermain brachte im Landkreis Roth eine 3:1-Führung nicht ins Ziel und musste sich nach dem 4:4 mit einem Punkt zufrieden geben. Die Partie war die einzige der sechs angesetzten, die stattfand. Für die Landesliga Nord sind vor der Winterpause noch zwei Spieltage angesetzt.

Landesliga Nord

SV Leerstetten - Schwabthaler SV 4:4

Die Schwabthalerinnen fuhren in den Landkreis Roth nach Leerstetten. Auf der dortigen Waldsportanlage hat der SSV noch nie gewonnen - und dabei sollte es auch bleiben.

Dabei sah es vor 105 Zuschauern in der ersten halben Stunde durchaus so aus, als ob das Team von Trainerin Theresia Vogt drei Punkte mitnehmen könnte, obwohl die Leerstetterinnen bereits nach vier Minuten in Front zogen. Tamara Loukas überraschte SSV-Torhüterin Jacqueline Spindler mit einem Schuss aus gut 25 Metern zum 1:0. In der 10. Minute kam Svenja Meißner durch die herauseilende SVL-Torfrau Holl zu Fall. Den Elfmeter nutzte Marina Büttel zum 1:1. Nur zwei Minuten später brachte Fiona Brendel eine Flanke in den "Sechzehner" auf Büttel, deren Schuss aber von einer Abwehrspielerin geblockt wurde. Der Ball sprang der eingelaufenen Brendel vor die Füße, die zur Gästeführung einschob.

Kurz darauf hätte Büttel zweimal die Führung ausbauen können, als sie alleine vor Holl auftauchte. Doch diese blieb lange stehen und parierte beide Aktionen glänzend. In der 27. Minute blockte eine Heimakteurin den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand. Erneut gab es Elfmeter. Wieder legte sich Büttel den Ball zurecht und verwandelte erneut sicher zum 1:3.

Doch die Gastgeberinnen steckten nicht auf und drängte auf den Anschlusstreffer. Nach einem Handspiel durch Maria Vogt im Gästestrafraum zeigte Schiedsrichter Philipp Kobes erneut auf den Punkt. Katrin Hauffenmeyer verkürzte auf 2:3 (29.). Kurz vor der Pause glich Leerstetten nach einer Ecke per Kopf zum 3:3 aus.

Damit ging es in Hälfte 2 quasi wieder bei Null los. Wieder war es Loukas, die in der 55. Minute am Strafraum ihre Gegenspielerin abschüttelte und den Ball im langen Eck zur erneuten Führung der Gastgeberinnen unterbrachte.

Nur drei Minuten später war es Meißner, die sich in den "Sechzehner" durchtankte und den Ball Richtung Tor bringen wollte. Eine Abwehrspielerin störte den Schuss, und der Ball trudelte Richtung Toraus. Doch Lisa Kestler setzte noch zum Sprint an und drückte den Ball mit einer perfekt getimten Grätsche zum 4:4 über die Linie.

Das Spiel wogte bis zum Schluss hin und her, doch ein Tor wollte nicht mehr fallen und so blieb es bei einem gerechten 4:4 -Unentschieden. JaS