Der TSV Ebensfeld hat am vergangenen Doppelspieltag der Fußball-Landesliga Nordwest nicht für die erhofften Punkte sorgen können und steht nach der Niederlage gegen Schwebenried und dem Remis gegen Karlburg nun auf dem 17. Tabellenplatz. Am morgigen Sonntag, 15 Uhr, sollen im Heimspiel gegen den FC Coburg (7.) die dringend benötigten Zähler folgen, um den Abstiegsrelegationsplatz nicht aus den Augen zu verlieren.
"Vom Doppelspieltag habe ich mir schon mehr Punkte erhofft, aber Schwebenried war nach unserer guten ersten Halbzeit, in der uns ein Tor aberkannt wurde, besser. Das Unentschieden gegen Karlburg war trotz unserer Führung absolut leistungsgerecht", fasste TSV-Trainer Klaus Gunreben die beiden vergangenen Spiele zusammen.
Der Ebensfelder Übungsleiter sah jedoch auch positive Ansätze: "Wenn man bedenkt, dass wir gegen beide Mannschaften in der Hinrunde noch chancenlos waren, haben wir uns doch ordentlich gesteigert."
Diesen positiven Ansatz kann man in Ebensfeld aktuell gut gebrauchen, immerhin rutschte das Team aufgrund des 5:3-Heimsieges des VfL Frohnlach II (16.) auf einen direkten Abstiegsplatz. "Wir müssen jetzt Punkte holen und haben auch ein Restprogramm, wo das möglich ist", sagt Gunreben und zeigt sich kämpferisch. "Vor allem müssen wir am 30. April im Heimspiel den direkten Vergleich gegen Frohnlach II gewinnen."


Der Gegner schwächelt

Nun gilt die ganze Konzentration aber dem Heimspiel gegen den schwächelnden FC Coburg (7.). Zwar gewannen die Vestestädter deutlich gegen Memmelsdorf (3:0), ansonsten gab es für den FCC seit der Winterpause aber kaum Grund zur Freude. Deutliche Niederlagen gegen Abtswind (1:7), Neustadt/Aisch (1:5) und zuletzt auch im Heimspiel gegen den TSV Kleinrinderfeld (1:5) lassen auf eine Coburger Formschwäche schließen. Gerade in der Abwehr haben die Gäste Nachholbedarf. Die 56 Gegentore sind vor Schlusslicht Leinach (63) der zweitschlechteste Wert in der Landesliga Nordwest.
Richtig Qualität hat der FC Coburg hingegen im Angriff vorzuweisen, wo vor allem Toptorjäger Daniel Sam mit 23 Saisontoren immer wieder für Furore sorgt. Das bekam auch der TSV im Hinspiel zu spüren, als der Coburger Stürmer beim spektakulären 3:3 gleich zwei Treffer beisteuerte. In Mittelfeldmotor Eric Heinze hat man zudem einen spielstarken Sechser in seinen Reihen, weshalb wohl vor allem die neu formierte Ebensfelder Viererkette wieder vor eine große Herausforderung gestellt werden wird. "Wir müssen die enorme Kopfballstärke von Daniel Sam in den Griff bekommen und dürfen Eric Heinze nicht zur Entfaltung kommen lassen", weiß auch Klaus Gunreben um die Stärken des kommenden Gegners und fordert von seiner Elf: "Gerade im eigenen Spielaufbau müssen wir uns deutlich steigern. Dann erwarte ich auch kein erneutes Torspektakel wie im Hinspiel."
TSV Ebensfeld: Reschke, Bablitschky; Alt, C. Quinger, Stölzel, Grünert, Amon, Popp, Schug, Kremer, B. Quinger, Lempa, Eideloth, Degel, Scheler, Vogt, Gründel, Häublein