Der TSV Ebensfeld schafft es trotz doppelter Überzahl ab der 70. Minute nicht, den Sieg gegen Erlangen in der regulären Spielzeit zu holen. Die TSV-Spieler mussten ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen hinter sich bringen, aus dem sie als Sieger hervorgingen.

TSV Ebensfeld -
SpVgg Erlangen 8:7 n.E.

Die Gäste standen zu Beginn des Spiels kompakt und waren auf Ballsicherung bedacht. Die "Gelb-Weißen" bestimmten die Begegnung und gingen früh in Führung (8.). Nach einer Freistoßflanke fälschte Dominik Kremer den Ball unhaltbar an den Pfosten und dann ins Tor ab. Die Hausherren ließen nun die Mittelfranken mehr und mehr ins Spiel kommen und so kamen diese mit ihrer ersten Gelegenheit zum Ausgleich.
Marcel Kohl staubte zum 1:1 ab (18.). Kurz vor der Pause klärte der Erlanger Torschütze einen Ball per Hand auf der Linie - Schiri Arnold zeigte auf den Punkt und dem "Sünder" die Rote Karte. Reiner Dierauf schnappte sich das Leder und traf zum 2:1.
In der zweiten Hälfte wurde die Partie nun zunehmend ruppig. Als Gästeakteur Tommy Kind wegen Meckerns erst die Gelbe und dann die Gelb-Rote Karte sah, dachten die Einheimischen schon, die Partie sei gelaufen. Doch die SpVgg gab nicht auf und kam nach 75 Minuten zum Ausgleich. Die "Gelb-Weißen" verloren nun völlig den Faden, und so ging es nach 90 Minuten in die Verlängerung.
Beiden Teams merkte man den Kräfteverschleiß an. Es tat sich vor beiden Toren nicht mehr viel. Mit zahlreichen Verwarnungen und der Gelb-Roten Karte für TSV-Kapitän Sebastian Lieb war mehr Krampf als Kampf angesagt. Es musste also das Elfmeterschießen entscheiden.
Die ersten vier Schützen beider Mannschaften trafen jeweils souverän. Nachdem Gästspieler Dominik Beier den fünften "Elfer" übers Tor schoss, hatten die TSVler den ersten Matchball, doch Torhüter Heiko Brückner vergab die Chance. Während die beiden sechsten Schützen jeweils für ihre Farben trafen, vergaben die beiden nächsten erneut.
Als dann der achte Strafstoßschütze der Gäste ebenfalls versagte, trat TSV-Abwehrrecke Thomas Stölzel an und knallte den Ball in seiner unnachahmlichen Art zum vielumjubelten Siegtreffer ins Netz.
TSV Ebensfeld: H. Brückner - Lieb, Stölzel, D. Alt, Dierauf, Vogel (62. F. Häublein), K. Popp, Vogt (77. Lempa), S. Amon, Do. Kremer, B. Quinger / SpVgg Erlangen: Sichert - C. Müller, Hartmann, C. Diederichs, Kind, Singer, Beier, Maier (46. Spitz), Zyder, Kohl, Mananga (62. Pankey) / SR: Alexander Arnold (Waldberg) / ZS: 1500 / Tore: 1:0 Do. Kremer (7.), 1:1 Kohl (16.), 2:1 Dierauf (44./HE), 2:2 C. Diederichs (74.)
VfL Frohnlach II -
FSV Bayreuth 3:0

Die Frohnlacher suchten in der Offensive gegen die tief stehenden Gäste lange nach dem richtigen Schlüssel, ehe Graf den durchgebrochenen Hartmann bediente. Dieser kam im Duell mit FSV-Keeper Spindler zu Fall, sodass Schiedsrichter Brütting auf den Strafstoßpunkt zeigte. Lukas Werner versenkte den Ball zum 1:0 (23.).
Erwartungsgemäß nahmen zu Beginn des zweiten Abschnitts dann wieder die Zeitler-Schützlinge das Heft in die Hand. Eine der nun zahlreichen gefährlichen Bayreuther Standardgelegenheiten sorgte dann für viel Durcheinander im VfL-Strafraum. Erneut war es L. Werner, der eiskalt blieb, nachdem Rebhan das Spielgerät nach einem Angriff über Schülein und Scheler an Gästekeeper Spindler vorbeigelegt hatte, sodass dieser sich nur mit einem Foul zu helfen wusste. Während L. Werner in diesem Fall flach unten links einlochte, machte der gleiche Akteur kurz darauf mit dem 3:0 den Einzug ins Endspiel perfekt.

VfL Frohnlach II: Edemodu - T. Rebhan, S. Göhring, Lauerbach, Schöpf, Alles, Pöche, L. Werner, Fa. Fischer, Hartmann, Do. Graf, Krug, J. Werner, Kühn, A. Aydin, Knie, Scheler, Schülein / FSV Bayreuth: Spindler - Leykauf, M. Kellner, Düngfelder, Stenglein, Schmidt-Hofmann, Schatz, Koßmann, H. Küfner, Bachmaier, Angerer, Kellner, Menzel, Launay, Schwarzer, Bauer, C. Keil, Nützel / SR: Steffen Brütting (Effeltrich) / ZS: 350 / Tore: 1:0 L. Werner (24./FE), 2:0 L. Werner (85./FE), 3:0 L. Werner (89.)