Am Sonntag wird die Altenkunstadter Kordigasthalle für einen gesamten Tag zum "HGK-Tempel": Fünf Heimspiele in Serie stehen ab 11.15 Uhr auf dem Programm mit Jugend- und Damen-Handball auf Landesligaebene und einer Herrenmannschaft, die sich ab 16.30 Uhr das nächste Fernduell mit dem Bezirksoberliga-Spitzenreiter von der SG Rödental liefern wird. Mit diesem Team bekommen es die Handballer der TS Lichtenfels zu Hause zu tun. Spielbeginn ist um 15 Uhr.

HG Kunstadt -
HC 03 Bamberg II

Gegner der Zelenov-Truppe ist die Reserve des HC 03 Bamberg und somit der bisher beste Aufsteiger der Liga. Der sechste Platz des Teams um den Ex-Kunstadter Tobias Lutter kommt aber nicht von ungefähr: Die junge Mannschaft hat bisher vor allem gegen die Teams der unteren Tabellenhälfte konsequent gepunktet.
Die beste Partie gegen ein Spitzenteam der Liga absolvierten die Domstädter im Hinspiel, als die HGK mit viel Mühe zu einem knappen 22:19-Erfolg kam.
Damals fehlten bei der Zelenov-Truppe mit Hannes Beuerle und Anton Lakiza zwei wichtige Stützen, die vor heimischem Publikum am Sonntag aber auflaufen werden. Und auch der Jahresauftakt gegen Weidhausen vergangene Woche lässt den Optimismus bei den Kunstadtern derzeit stetig wachsen. Immerhin erweckten Stirbati und Co. auch bei diesem ungefährdeten 36:25-Erfolg den Eindruck, die Lage jederzeit im Griff zu haben. Diese Überlegenheit darf aber nicht in Überheblichkeit umschlagen, weshalb Coach Zelenov seine Spieler auch auf die Partie am Sonntag ganz besonders einschwören wird.

TS Lichtenfels - SG Rödental
"Wir werden die Herausforderung annehmen, egal wie schwer sie ist" - eine selbstbewusste Ansage der Lichtenfelser vor diesem schweren Duell. Vielleicht gelingt es ihnen, ihre ausgesprochen starke Leistung aus dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Klassenprimus zu wiederholen. Die zweite Halbzeit des Vorrundenspiels hatte die Mannschaft von Nicholas Cudd damals nur mit einem Tor Unterschied verloren. Letztlich endete die Partie allerdings 33:26 für das Team von Niels Greiner.
Cudd beschreibt die SG Rödental wie folgt: "Normalerweise halten die Mannschaften gegen die SGR 20 Minuten lang gut mit, ehe sie einbrechen. Rödental agiert schnell und hat mit Florian Cichon einen der besten, wenn nicht den besten Keeper der Liga in seinen Reihen. Jeder Fehler wird gnadenlos mit Kontern bestraft. Dann verliert man auch mal mit 15 Toren Unterschied. Doch ich gehe davon aus, dass uns das nicht passieren wird und auf uns und unsere Zuschauer ein spannendes Bezirksoberliga-Spiel zukommt."
Erstaunlich war es schon, dass die TSL den Favoriten in der Vorrunde geärgert und die Niederlage in Grenzen gehalten hat. Aber natürlich ist es äußerst bitter für die Lichtenfelser, dass Andreas Kraus als Tormaschine und Top-Abwehrmann wegen seines Studiums im Rückspiel nicht mit an Bord ist.
Wie man den engagierten TS-Trainer kennt, hat sich dieser schon längst geeignete und überraschende Taktiken überlegt, um diesen Ausfall zu kompensieren. Cudd dazu: "Wir werden viel ausprobieren, vor allem mit den jungen Leuten. Wir wollen mit unseren tollen Fans im Rücken so lange wie möglich mithalten." Ein personeller Lichtblick ist die Rückkehr von Manuel Fiedler nach einem Spiel Verletzungspause. Die Gäste sind hingegen mit Schuhmann, Fabian Cichon und vor allem Trotsenko personell breit, vor allem aber routiniert aufgestellt.
Die Tabellensituation der TS Lichtenfels hat sich mit dem doppelten Punktgewinn von vergangener Woche nur minimal verbessert. Denn auch die Konkurrenz aus Ahorn und Coburg-Neuses hat nicht versagt. "Vor allem der Sieg der Neuseser gegen die SG Bamberg/Hallstadt ist für uns natürlich sehr ärgerlich", sagt der Lichtenfelser Coach. mts/gü