Der Applaus für die Handballmänner wollte nicht enden: Die große Anhängerschaft bejubelte ihre TS Lichtenfels, die nach einer überzeugenden spielerischen Vorstellung einen ganz wichtigen 27:25 (18:17)-Heimerfolg gegen den TV Gefrees eingefahren hatte.


Starker Gästetorhüter

Auch die Fans waren allerdings der Meinung, dass der Sieg noch um einige Tore höher hätte ausfallen können. Dass es nicht so gekommen ist, lag mit am stark parierenden Gefreeser Torwart Michael Flatley, der mehrere hunderprozentige Kontermöglichkeiten unschädlich machte. Dieses Plus zahlte sich dennoch nicht für die Gefreeser aus. Gewonnen hat das bessere Team, und das war eindeutig die Mannschaft von Spielertrainer Nicholas Cudd.
Von Anfang an präsentierte sich die TSL spritziger, war spielerisch stärker.
Umso ärgerlicher deshalb, dass die Partie nach einer Fünf-Tore-Führung am Ende nochmal eng wurde. Doch die positiven Momente überwogen in dieser Begegnung, die anfangs ausgeglichen verlaufen war.


Tolles Debüt von Philipp Mahler

Als Philipp Rödel für die TS das 12:11 erzielt hatte (28.), kam erstmals der 17-jährige Philipp Mahler für die TSL auf die Platte. Der lieferte ein überragendes Debüt - vor allem in der Abwehr - ab. Bis zur Pause ließ sich die TSL den Vorsprung nicht nehmen. Aus sieben Metern markierte der souveräne Carsten Hansen den 13:12-Pausenstand.


Lichtenfelser Abwehrvarianten

Die 5:1-Abwehr und auch die 3-2-1-Formation der Lichtenfelser fruchtete auch in der zweiten Hälfte. Vor allem die jungen Spieler lösten ihre Aufgabe sehr gut. Sehr oft erkämpfte sich die Cudd-Mannschaft den Ball und zog ein schnelles Spiel auf. Joris Rießner, Lukas Tremel und immer wieder der bissige Andreas Kraus ließen der TVG-Abwehr und Flatley keine Chance. Beim 25:21, das nach 53 Minuten Mahler besorgte, war der Gast zur Auszeit gezwungen.
Etwas ärgerlich war, dass dieser komfortable Vorsprung durch eine Unterzahl und mehrere technische Fehler nicht verteidigt wurde. Gefrees verkürzte eineinhalb Minuten vor Schluss auf 24:26 und erzielte kurz danach per Gegenstoß den Anschlusstreffer. Wenige Sekunden vor dem Ende reagierte der Lichtenfelser Joris Rießner kaltschnäuzig, als er einen Abpraller ins leere Tor des TVG zum 27:25-Endstand einnetzte.


Die Statistik

TS Lichtenfels: Cudd, Renner - Rödel (1), Rießner (5), Brunner (2), Schulze, Hansen (4/4), Schröck (1), Tremel (2), Mahler (1), Kraus (9/1), Höfner (1), Opitz (1) / TV Gefrees: Flatley - Jerschl (2), Richter (1), Benker (3), Strößner (1), Greiner (4), Mostegel, Hellmuth (6/1), Ruckdeschel (7/1), Link (1)