Die zwei Punkte aber, die die Handballherren der TSL einfuhren, sind im Kampf um einen Nichtabstiegsplatz in der Bezirksoberliga wirklich Gold wert.


Bezirksoberliga, Männer

TS Lichtenfels -
SG Bamberg/Hallstadt 24:20

Es war der dritte Sieg der Lichtenfelser. Was es am heimischen Spiel zu bemängeln gab, waren die vielen Fehler, die sowohl im technischen Bereich als auch im Torabschluss passierten. "Das Ergebnis ist in Ordnung", sagte TS-Trainer Uli Hillebrand nach der Partie, "doch mit der hohen Anzahl an Fehlern bin ich natürlich unzufrieden. Wir hätten viel höher gewinnen müssen."
Die spielerische Leistung der Korbstädter, bei denen erstmals in dieser Saison Andreas Kraus wieder dabei war, war auf jeden Fall höher einzustufen als die der Gäste. Über weite Strecken war das Duell allerdings ausgeglichen. Bei Bamberg/Hallstadt traf vor allem Joschka Nicolai. Er glich zusammen mit Alexander Kühnl den knappen Rückstand in der ersten Viertelstunde jeweils aus.
Lichtenfels stand ab diesem Zeitpunkt besser in der Abwehr, Tim Renner zeigte hervorragende Paraden. Im Angriff setzte Cornelius John mit tollen Rückraumwürfen und sicheren Siebenmetern Akzente. Beim 9:6 (20.) hatte sich die TSL ein erstes kleines Polster verschafft. Beide Mannschaften hatten mit mehreren Pfostentreffern Pech, bei den "Turnern" kamen nun mehrere Ballverluste dazu. Jene nutzte der Gast, um zusammen mit einem äußerst glücklichen Treffer die 12:11-Pausenführung zu markieren.
Die Hillebrand-Mannschaft kam unkonzentriert aus der Kabine: Beste Chancen wurden ausgelassen, ein Ball nach dem anderen verloren. Ehe sich der Gastgeber versah, lag er mit 11:14 in Rückstand (34.). Der Wendepunkt war das Tor zum 12:14 durch Philipp Rödel. Lichtenfels fand wieder in seinen Rhythmus. Nach 49 Minuten stand ein Drei-Tore-Vorsprung zu Buche (20:17).
Die Gäste versuchten, zwei TS-Angreifer per Kurzdeckung auszuschalten; der Erfolg blieb jedoch aus. Mit viel Bewegung verschaffte sich Lichtenfels weiter gute Einwurfmöglichkeiten. Beim 23:18 (55.) war die Partie gelaufen, die Gäste bauten immer mehr ab. Ganze zehn Minuten lang trafen sie nicht, da sie entweder an Renner oder ihren eignen Nerven scheiterten. Nicolai erzielte den letzten Treffer zum 24:20.
TS Lichtenfels: Renner/Ottolinger - Rödel (5), A. John, Macheleid, Schulze, Rießner, Schröck (5), Opitz (6), Mahler, Söllner, Kraus, C. John (7/4), Höfner (1)