Der HSC Coburg III war im Lichtenfelser Sportzentrum als klarer Favorit angetreten und wurde dieser Rolle auch gerecht. Die Handballer der TS Lichtenfels hätten durchaus ein knapperes Ergebnis erreichen können. Die Hillebrand-Schützlinge ließen jedoch die Konstanz in diesem Bezirksoberliga-Duell vermissen, gingen zu fahrlässig mit ihren Chancen um und kassierten deshalb zurecht eine 23:30 (11:15)-Abfuhr.
Leistungsgerecht 26:26 trennten sich in der Michelauer Mainfeldhalle der TV Weidhausen und HaSpo Bayreuth III. Für die Gastgeber war es eher ein Punktgewinn als ein Verlust, denn auf Grund der ungünstigen Personalsituation waren die Weidhausener über den Punktgewinn froh.


TS Lichtenfels - HSC Coburg III 23:30

Das Spiel begann für die ohne Kreisläufer Simon Schröck angetretene Mannschaft von TSL-Trainer Uli Hillebrand vielversprechend. Tolle Reaktionen von Torhüter Jonas Ottolinger und sehr gute Arbeit in der Abwehr hatten zur Folge, dass die TSL stets ein Tor in Front lag. Philipp Rödel wurde am Kreis bestens bedient, und aus der zweiten Reihe nutzten Andreas Kraus und Nevin Opitz die Abstimmungsprobleme der HSC-Deckung.
Coburg stellte sich ab der 7. Min. besser auf die Lichtenfelser ein. Im Rückraum setzte der auffälligste HSCler, Christopher Härtl, einen fantastischen Wurf nach dem anderen in die TS-Maschen. Auf der Gegenseite parierte Gästetorwart Robin Hennig bravourös. Während die TSL meist vergeblich gegen die Gästeabwehr anrannte, setzte sich die HSC-"Dritte" über 7:5 bis zum 15:11 zur Pause ab.
Mit Kampf und Treffern von Cornelius John, Andreas Kraus und Rödel hielten die Lichtenfelser in Hälfte 2 dagegen und verkürzten den Rückstand bis auf zwei Tore. Allerdings störten nun viele Zeitstrafen auf beiden Seiten den Spielfluss. Die Coburger Bank erhielt wegen Meckerns die gelbe Karte. Die junge Gästemannschaft steckte die Benachteiligungen durch schnelles Spiel und mehrere Siebenmeter sehr gut weg. Sogar eine doppelte Unterzahl beeindruckte die Gäste nicht (19:25, 47.).
Im Gegensatz dazu verpassten die TSler beste Chancen. Mehrere Konter und Würfe aus besten Lagen parierte nun HSC-Torwart Fabian Apfel glänzend. Lichtenfels verlor in der 52. Min. Andreas Kraus nach der dritten Strafzeit mit "Rot" und leistete bis zum Abpfiff nur noch wenig Gegenwehr. Lediglich auf Rödel am Kreis war Verlass, der in Unterzahl zweimal traf.
TS Lichtenfels: Ottolinger/Renner - Rödel (5), A. John, Macheleid, Schulze, Rießner (1), Opitz (1), Mahler, Kraus (5), C. John (7/2), Höfner (3) / HSC Coburg III: Hennig/Apfel - Carl (9/4), Anthofer, Froschauer (3), Baumeister (2), Harreß, Härtl (7), Dude (4), Korn (1), Baucke (2), Dotterweich, Merkwirth (2) / SR: Fischer, Löhner (Naila)


TV Weidhausen - HaSpo Bayreuth II 26:26

Die Weidhausener fanden über ihre linke Angriffsseite gut ins Spiel und führten mit 6:3. In der stärksten Phase gelang es der Heimmannschaft sogar, einen erfreulichen 10:5-Vorsprung herauszuarbeiten.
Die vorgezogene Deckung der Gäste bereitete dem TVW-Angreifern zunehmend Probleme. So konnte man froh sein, dass man mit einer 13:9-Führung in die Pause ging. Zu verdanken hatte man dies aber auch der Leistung von Tom Zapf, der im Tor etliche Würfe der Gäste abwehrte.
In der zweiten Hälfte konnten die Hausherren bis zum 16:12 ihren Vier-Tore-Vorsprung verteidigen. Zwei bis drei Entscheidungen der beiden Unparteiischen, die man auch anders hätte auslegen können, brachten dann die Haspo-Reserve wieder ins Spiel zurück.
Besonders schmerzlich war deshalb in der 41. Min. die Rote Karte gegen Daniel Recknagel als Folge seiner dritten Zeitstrafe. Vorausging eine Entscheidung, über die man sicherlich diskutieren konnte. Durch das Meckern wurde die Zwei-Minuten-Strafe verdoppelt, was den Ausschluss bedeutete. Hinzu kam eine weitere Zeitstrafe gegen Johannes Bauer, so dass Weidhausen etwa eine Minute lang nur zu viert auf dem Feld stand.
Durch das Fehlen von Dirk de Rooij, Maximilian Werner und die Hinausstellung von Daniel Recknagel war der Rückraum der Heimmannschaft nun verwaist. Dies nutzen die Gäste clever, um zunächst zum Ausgleich zu kommen und später sogar in Front zu ziehen.
Bis zum 23:21 kaschierten die Weidhausener dies noch ganz gut. Vor allem über den Kreis waren sie durch das Zusammenspiel von Florian Büttner mit Christian Büttner weiter torgefährlich. In Linkshänder Lasse König hatten die Wagnerstädter jedoch einen ihren effektivsten Werfer. Ihm war auch die plötzliche 26:24-Gästeführung in der 57. Min. zu verdanken. Glücklicherweise leisteten sich die Bayreuther gerade in dieser Phase ein bis zwei leichte Fehler. Im letzten Angriff schloss Fabian Querfeld über die Rechtsaußenposition zum glücklichen 26:26 ab. kag
TV Weidhausen: T. Zapf, J. Bauer (8), F. Büttner (5), T. Pechauf (2), D. Recknagel (2), S. Büttner (2/1), C. Büttner (6), F. Querfeld (1)