Auch wenn die Staffelsteiner Bundesliga-Kegler unter ihrem Können agierten, haben sie mühelos gegen schwach spielende Zwickauer gewonnen. Von den Sachsen zeigten lediglich Lars Pansa und Daniel Grafe Bundesliganiveau.


Bamberg siegt mit letztem Wurf

Währenddessen hat der SKC Victoria Bamberg beim Tabellenführer Rot-Weiß Zerbst gewonnen. Mit der letzten Kugel sorgte Miroslav Jelinek für den Vier-Holz-Sieg der Oberfranken, die nun mit Zerbst nach Punkten gleichzogen.
Staffelstein liegt zwei Zähler hinter dem Topduo auf Rang 3. Sogar die Meisterschaft ist mit ein wenig Schützenhilfe noch machbar. Dazu darf der SKC jedoch kein einziges der letzten drei Spiele (in Kipfenberg, in Zerbst und zu Hause gegen Breitengüßbach) verlieren, und Bamberg muss in Schwabsberg patzen.

Im Duell gegen Zwickau agierten die Staffelsteiner bis auf Jiri Vicha, der für Cosmin Craciun eingesetzt wurde, unter ihrem Können. Zwar begann Jürgen Zeitler ordentlich mit 168 und 153 Holz, doch danach fiel er ab und musste sich nach mageren 131 und 149 mit insgesamt 601 Kegel zufriedengeben. Sein Gegner Ingo Penzel (547) fuhr lediglich auf Bahn 3 einen Satz mit 143 Kegeln ein.


Reiser patzt

Der SKCler Torsten Reiser hatte von Anfang an Schwierigkeiten. Der Zwickauer Lars Pansa gewann mit 168 und 148 die ersten beiden Sätze gegen den Staffelsteiner (146, 145). Zwar verkürzte Reiser mit 170 im dritten Durchgang, doch der Zwickauer hielt mit 160 dagegen. Im vierten Satz reichte Pansa ein 143:143 gegen Reiser, der nicht optimal räumte. Der Gast hatte auch in den Gesamtholz mit 619:604 die Nase vorn, sodass Reiser auch ein 2:2 in Sätzen nichts genutzt hätte.
Die Staffelsteiner Jaroslav Hazva und Jiri Vicha ließen sich anschließend nicht aus der Ruhe bringen. Mario Dahmen und André Giller hatten keine Chance. Hazva legte mit 156 und 153 gegen 133 und 138 von Dahmen den Grundstein zu seinem Sieg. Weitere 165 folgten, wo sein Gegner mit 140 erneut nicht mithalten konnte. Lediglich seine letzte Bahn setzte Hazva mit 135 in den Sand. Doch auch hier musste sich der TSVler mit nur 133 geschlagen geben (Gesamt 609:544).


Vicha Tagesbester

Auch Teamkamerad Vicha hatte leichtes Spiel gegen Giller. Dieser hatte mit 135 und 134 nichts entgegenzusetzen, so dass der Staffelsteiner mit 153 und 160 deutlich vorne lag. Auch auf den nächsten Bahnen spielte Vicha mit stoischer Ruhe und ließ dem Gast keine Chance auf einen Satzgewinn (157:142 und 158:139). In der Summe stellte Vicha mit starken 628:550 den Tagesbesten der Partie.
Im Schlussduell machten es sich Florian Bischoff und Bernd Schwarz selbst schwer. Bischoff holte sich dank des besseren Abräumens den ersten Satz mit 142:140. Schwache 128 Kegel nutzte der Zwickauer Uwe Ruppert mit 130 gerade noch zum Satzausgleich. Mit 152 Holz auf der dritten Bahn legte der Staffelsteiner den Grundstein zum Sieg, denn der Gast blieb bei 127 hängen, sodass ihm der Gewinn des vierten Satzes (141:147) nichts nutzte. Mit 563:544 holte sich Bischoff den Mannschaftspunkt.
Währenddessen verlor Schwarz mit 133:147 gegen Daniel Grafe den ersten Abschnitt. Der Ausgleich mit 157:144 war nur ein Strohfeuer des Staffelsteiners, der die Sätze 3 und 4 mit 146:162 bzw. 135:140 verlor. Der Gesamtsieg der Staffelsteiner geriet damit nicht mehr in Gefahr, denn trotz der 22 "Miesen" von Schwarz standen am Ende 179 "Gute" zu Buche. bsch


Die Statistik

SKC Staffelstein - TSV 90 Zwickau 6:2
(15,5:8,5 Sätze, 3576:3397 Holz)
Zeitler - Penzel 3:1 (601:547)
Reiser - Pansa 1,5:2,5 (604:619)
Hazva - Dahmen 4:0 (609:544)
Vicha - Giller 4:0 (628:550)
Bischoff - Ruppert 2:2 (563:544)
Schwarz - Grafe 1:3 (571:593)