Ob es daran lag, dass es bei diesem Spiel um die goldene Ananas ging oder ob sich die Akteure "schonen" wollten? Letztlich ging die Generalprobe für den Aufstiegskampf zu Bundesliga für die Staffelsteiner in die Hose.
Der Meister der 2. Liga Nord-Mitte bekam im Heimkampf gegen den KSC Hainstadt nur in der Startpaarung Gegenwehr geboten, sodass der Spielverlauf recht bald klar war. Am Ende gab es einen 6:2-Sieg, doch ist der Blick schon Richtung Aufstiegsspiele gerichtet, sodass die ein oder andere schwache Leistung der Staffelsteiner erklärbar wäre. Lediglich Miroslav Jelinek bot den Zuschauern eine überzeugende Leistung von 638 Kegeln.

Hazva verliert sein Duell

In der Startpaarung hatten die SKCler mit Jaroslav Hazva und Michal Jirous einiges zu tun. Thomas Sinnß von den Gästen gab nicht auf und erkämpfte sich einen Mannschaftspunkt gegen Hazva.
Mit 3:1 Satzpunken und einem Kegel Vorsprung (567:568) siegte der Hainstadter vor dem enttäuschenden SKCler. Bei seinem Teamkollegen Michal Jirous sah es auch nicht besser aus. Nach 90 Kugeln stand es nach Sätzen 1,5:1,5 mit einem kleinem Plus von drei Holz für die Gäste. Der Hainstadter Thorsten Herzberger zog dann aber im vierten Durchgang klar mit 124:151 gegen Jirous den Kürzeren, was den Mann-schaftspunkt für den SKC bedeutete.

Bischoff hat leichtes Spiel

In der Mittelpaarung agierten Florian Bischof und Jiri Vicha gegen Hans-Günter Sinsel und Christopher Götz. Bischoff startete ordentlich und holte sich den ersten Satz mit 160:133 Holz. Die zweite Bahn endete unentschieden. Anschließend brach der Hainstadter ein (118, 128), sodass es für Bischoff ein Leichtes war, mit 148 und 151 Kegeln den Mannschaftspunkt zu sichern.

Vicha verspielt fast seinen Punkt

Total neben der Spur begann Jiri Vicha. Lediglich 126 Kegel erreichte er auf seiner ersten Bahn, was Götz von den Gästen mit 144 Kegel ausnutze. Allerdings hatte der Hainstadter nichts mehr nachzulegen und verlor mit 136:142 und 118:148 zwei Bahnen. Mit einem deutlichen Holzplus und 2:1 Satzpunkten hatte der Adam-Riese-Städter vor Augen. Den hätte Vicha mit indiskutablen 120 Holz auf der Schlussbahn fast noch aufs Spiel gesetzt, doch Götz wusste dies nicht zu nutzen und holte sich mit lediglich 121 Zählern den letzten Satz. Der Mannschaftspunkt ging aber aufgrund von 536:519 Gesamtholz an den Staffelsteiner.
Zuletzt betraten Bernd Schwarz gegen Jürgen Götz und Miroslav Jelinek gegen Tilo Paatzsch die Anlage. Schwarz erwischte keinen guten Tag und setzte sich nur auf der ersten Bahn mit 145:121 durch. Sein Gegenüber hatte auf den weiteren Bahnen jeweils knapp die Nase vorn, sodass am Ende Schwarz zwar zwei Kegel mehr erzielt hatte (551:549), doch mit 1:3 Sätzen den Mannschaftspunkt abgab.

Jelinek brennt Feuerwerk ab

Sein Mitstreiter Jelinek setze sich gleich von Beginn an Zeichen (150:144). Auf seiner zweiten Bahn brannte Jelinek ein Feuerwerk ab. 111 in die Vollen und 81 Kegel im Abräumen (191 Holz) brachten die Zuschauer und seinen Gegenspieler (121) zum Staunen. Es folgten noch 150:130 und 146:143 Kegel. Insgesamt endete das Duell mit 638:538 Kegel, womit Jelinek eindrucksvoll die Tagesbestmarke aufstellte.
Nun sind die Augen der Staffelsteiner auf die Aufstiegsspiele gerichtet, die am kommenden Samstag vermutlich auf einer Bamberger Kegelanlage stattfinden. bsch

Die Statistik

SKC Staffelstein - KSC Hainstadt 6:2
(14:10 Satzpunkte, 3447:3227 Holz)
Hazva - Sinnß 1:3 (567:568)
Jirous - Herzberger 2,5:1,5 (560:538)
Bischoff - Sinsel 3,5:0,5 (595:515)
Vicha - C. Götz 2:2 (536:519)
Schwarz - J. Götz 1:3 (551:549)
Jelinek - Paatzsch 4:0(638:538)