Dass es bei der Begegnung zwischen dem SKC Staffelstein und den Gästen aus Karlstadt auf die letzten Kugeln ankommt, damit hat keiner gerechnet. Unerwartet stark traten die Unterfranken auf der Staffelberg-Kegelbahn auf. Die Karlstadter stellten bei diesem 120-Wurf-Spiel der 2. Liga Nord/Mitte den Tagesbesten mit 603 Kegeln.

Guter Start der Hausherren

Zu Beginn schien es für den SKC gut zu laufen. Jaroslav Hazva entschied jede Bahn für sich, sein Gegenspieler Schwarzenbrunner kam auf der Anlage nicht zurecht. Mit 600 zu 526 Kegeln war Hazva der beste Akteur der Staffelsteiner und sicherte wichtige 74 Holz.

Auch Michal Jirous gewann die erste Bahn mit 143:141 gegen Reinhardt, und auch die nächsten zwei Durchgänge entschied der Tscheche für sich. Auf der letzten Bahn triumphierte Gastspieler Reinhardt. Dennoch wuchs der Vorsprung des SKC auf 105 Kegel an.

Unerwartet stark war die Mittelpaarung der Karlstadter: Michael Burkard fing mit 131 an, was Florian Bischoff durch gute 155 Kegel ausnutzte. Doch die folgenden 165 und 171 ließen dem SKC-Akteur keine Chance. Mit 131 und 136 Holz lief er seinem Kontrahenten hinterher. Lediglich die letzte Bahn konnte Bischoff mit 156 zu 136 für sich entscheiden. Mit 2:2 Satzpunkten und 578:603 Kegeln musste Bischoff seinen Punkt abgeben.

Knapper Vorsprung

Jiri Vicha begann mit 159 Holz fulminant, sein Gegner schaffte nur 131 Holz. Doch Vicha zeigte eine schwache Vorstellung in den folgenden Durchgängen. 133, 132 und 135 brachten ihn auf magere 559 Kegel, was sein Gegner Wolfgang Götz ausnutzte. Mit 574 Kegeln holte dieser einen weiteren Punkt für sein Team. Nun betrug der Zwischenstand 2:2 mit einer knappen Führung der Staffelsteiner durch 65 Holz.

Somit war das Schlusspaar gefordert, um den Sieg zu sichern. Allerdings begannen Miroslav Jelinek und Bernd Schwarz zurückhaltend. 130:142 und 133:146 ließen keinen Satzgewinn zu. Mit viel Glück setzte sich Jelinek bei schwachen 129:123 Kegel gegen Jürgen Albert durch. Schwarz konnte den Aufschwung ebenso nutzen und gewann seinen zweiten Durchgang gegen Kurt Burkard (152:140).

Schlusskegler behalten die Nerven

Die Staffelsteiner machten es weiterhin spannend. Schwarz musste sich im dritten Durchgang mit 139:144 geschlagen geben. Jelinek hatte mit 147:130 die Nase vorn. Sollten nun beide Spieler des SKC verlieren, würde ein Unentschieden zu Buche stehen.

Doch die Schlusskegler behielten die Nerven. Erst auf den letzten zehn Kugeln wurde das Spiel durch wichtige Neuner und gutes, fehlerfreies Abräumen entschieden. Klasse 161:151 von Bernd Schwarz (585:581) und 161:145 durch Miroslav Jelinek (567:540) sicherten somit den 6:2-Erfolg. ft

Die Statistik

SKC Staffelstein - SKC Bavaria Karlstadt 6:2

(15,0:9,0 Satzpunkte, 3460:3364 Holz)
Hazva - Schwarzenbrunner 4:0 (600:526)
Jirous - Reinhardt 3:1 (571:540)
Bischoff - M. Burkard 2:2 (578:603)
Vicha - Götz 1:3 (559:574)
Schwarz - K. Burkard 2:2 (585:581)
Jelinek - Albert 3:1 (567:540)