Dank des 6:2-Sieges von Victoria Bamberg gegen den bisherigen Zweiten Schwabsberg liegen die Staffelsteiner - wie drei andere Teams auch - nur zwei Zähler hinter dem Verfolgerduo. An der Spitze thront ohne Niederlage mit sechs Punkten Vorsprung Titelverteidiger Zerbst (6:2-Sieger in Kipfenberg).
Zum Rückrundenauftakt nächsten Samstag erwarten die Staffelsteiner den KC Schwabsberg. Wenn der SKC nächste Saison wieder international spielen will, wäre ein Heimsieg enorm wichtig.


Startpaar wieder Spitzenklasse

Die beiden Staffelsteiner Startspieler Torsten Reiser und Jürgen Zeitler brannten gleich ein Feuerwerk ab. Die 170 von Reiser nahmen seinem Kontrahenten Michal Buko, der gute 158 kegelte, gleich den Wind aus den Segeln. Mit den folgenden Satzgewinnen von 162:148 und 162:151 war der erste Punkt bereits unter Dach und Fach, ehe der Erlanger sich mit 156:144 den letzten Durchgang sicherte.
Zeitler machte es auf der ersten Bahn mit 161:159 spannend, trumpfte dann aber mit 170 Holz auf, gegen die Zdenek Kovac nur 143 Kegel entgegenzusetzen hatte. Das 154:140 bedeutete bereits den zweiten Mannschaftspunkt für die Oberfranken. Die letzte Bahn ging mit 150:160 verloren, war aber nur ein Schönheitsfehler.


Ausfall von Hergeth

Bis dahin erfüllten die Staffelsteiner ihre Favoritenrolle. Zoltan Hergeth machte da weiter und gewann gegen Alexander Kern die ersten beiden Sätze mit 158:140 und 150:147. Auf der dritten Bahn musste der Gast aber wegen Rückenschmerzen aufgeben. Bernd Schwarz wurde eiskalt auf die Bahn beordert. Er blieb bei 120 Kegeln hängen. Dies nutzte Kern gnadenlos aus und konterte mit 161. Diesen Höhenflug setzte der Erlanger auf der letzten Bahn fort und erzielte dank vieler Neuner starke 172. Schwarz sah mit ordentlichen 144 dagegen kein Land. Kern holte dank der besseren Gesamtholzzahl (620:572) den Punkt für die Gastgeber.


Spannendes Duell

Ein spannendes Duell lieferten sich der Erlanger Michael Seuß in den ersten beiden Sätzen mit Cosmin Craciun. Der Staffelsteiner zog mit 161:158 und 144:139 in Front. Mit dem 161:148 auf der dritten Bahn sicherte sich der SKCler bereits den Mannschaftspunkt, brach aber im letzten Satz mit 135 ein, wodurch Seuß (163) in der Gesamtholzzahl sogar noch an Craciun vorbeizog (608:601).
Florian Bischoff spielte gleich stark auf. Der Erlanger Michael Ilfrich verlor mit 141:156 und 145:157 gleich zwei Sätze klar. Im dritten machte Bischoff mit 142:140 schon den Sack zu, ehe Ilfrich Durchgang 4 noch knapp (144:139) gewann.


Miserabler Start für Jiri Vicha

Jiri Vicha erwischte dagegen für die Gäste einen miserablen Start. Heiko Gumbrecht spielte den SKCler, der nur 79 Kegel in die Vollen zustande brachte, aber zumindest noch ordentlich abräumte, mit 151:133 an die Wand.
Die Fans der FSV feuerten ihre Mannschaft intensiv an. Das pushte wohl auch Vicha, der mit 168:143 Gumbrecht den Zahn zog. Spannend ging's weiter. Einem Unentschieden im dritten Satz (154:154) folgte ein knappes 141:139 für den Staffelsteiner, der damit seinem Team den fünften Mannschaftspunkt sicherte.
Am Ende hatten die Kegler vom Obermain mit 3636 Holz nur 36 Keile mehr gefällt als das Schlusslicht. Das klare 7:1-Ergebnis trügt, doch unter dem Strich zählen für die Staffelsteiner die Punkte. bsch


Die Statistik

FSV Erlangen-Bruck - SKC Staffelstein 1:7
(7,5:16,5 Sätze; 3600:3636 Holz)
Kovac - Zeitler 1:3 (602:635)
Buko - Reiser 1:3 (613:638)
Kern - Hergeth/Schwarz 2:2 (620:572)
Seuß - Craciun 1:3 (608:601)
Illfrich - Bischoff 1:3 (570:594)
Gumbrecht - Vicha 1,5:2,5 (587:596)