Während die Sonnefelder in der Nähe des Anstoßpunktes im Kreis tanzten, sich umarmten und mit Sekt spritzten, saßen die Staffelsteiner Fußballer konsterniert auf dem Boden. 0:3 im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der Kreisliga Coburg/Lichtenfels. Und dabei hatten sie sich so viel vorgenommen. Doch der Sieg des TSV Sonnefeld war verdient.


TSV Staffelstein - TSV Sonnefeld 0:3

Das Team von Spielertrainer Bastian Renk erwies sich auf dem Platz des FC Schwürbitz vor rund 1300 Zuschauern als die abgebrühtere Mannschaft. Die fantastische Kulisse war auch der Grund dafür, dass der sehr gute Schiedsrichter Niko Mäusbacher aus Fürth am Berg die Partie mit einer Viertelstunde Verspätung anpfiff.
Schließlich sollten alle Fußballfreunde, die noch an der Kasse anstanden, von Beginn an dabei sein.

Im Spiel wurden dann all jene Experten bestätigt, die im Vorfeld eine Sonnefelder Elf mit defensiver Ausrichtung erwartet hatten. Hervorragend dirigiert von Ata Simitci und mit einem souveränen Patrick Jauch zwischen den Pfosten spielten die Kicker aus dem Coburger Kreis ihre ganze Erfahrung aus und ließen die bemüht, aber zu hektisch angreifenden Bad Staffelsteiner auflaufen. Zwar bemühten sich Spielertrainer Erbil Demirel um Ordnung, doch schien seine etwas übermotiviert wirkende, junge Elf oft etwas ratlos.

War der erste gute Sonnefelder Vorstoß nur fast von Erfolg gekrönt, als der quirlige Louis Kappenberger mit seinem Schrägschuss das Tor verfehlte (15.), fiel nach 28 Minuten aus der nahezu gleichen Position das 0:1. Wieder stand Kappenberger sträflich frei und Staffelsteins Keeper Sebastian Titze zu weit vor seinem Gehäuse. Erst hinter der Linie bekam Titze den Ball zu fassen. Sekunden vor dem Pausenpfiff hätte Lukas Wich das 1:1 auf dem Fuß, doch Jauch klärte grandios.

Die zweite Hälfte begann äußerst bitter für die Adam-Riese-Städter. In der 48. Minute verletzte sich Michael Elflein so schwer, dass er mit Verdacht auf Bänderriss ins Krankenhaus gebracht werden musste. Der für ihn eingewechselte Maximilian Dietz sorgte für mächtig Dampf auf dem rechten Flügel und besaß in der 57. Minute die größte Gelegenheit zum Ausgleich, wurde aus kurzer Distanz aber gerade noch geblockt.

Stattdessen fiel wenig später auf der Gegenseite das 2:0. Einen Freistoß aus gut 25 Metern zirkelte Renk perfekt ins lange Eck (64.). In der Folge ließ Sonnefeld den Gegner kommen, ließ aber mit viel Routine kaum Chancen zu. Sieht man einmal von Dietz' etwas zu hoch angesetzten Fernschuss ab (76.). Endgültig entschieden war das Spiel in der 86. Minute, als Titze weit vor seinem "Kasten" mit dem Kopf klärte, jedoch nicht schnell genug zurückeilte und mit einem Heber von Niclas Jacob überrumpelt wurde.

Doch noch darf Staffelstein auf den Bezirksliga-Aufstieg hoffen, muss jetzt aber den Weg über die Relegation gehen. Dabei trifft der TSV am Samstag, 28. Mai, um 15 Uhr in Ebing auf den SV Memmelsdorf II.