Deutlich besser als es das Endergebnis vermuten lässt, präsentierten sich die Handballerinnen der SG Kunstadt/Weidhausen in der Landesliga-Partie gegen Schwabach/Roth. Trotz der 19:27-Niederlage war das Team von Udo Prediger gegen den ungeschlagenen Tabellenführer nicht chancenlos.


Landesliga Nord, Frauen

SG Kunstadt/Weidhausen -
SG Schwabach/Roth 19:27

Am engagierten Einsatz des Gästetrainers Wolfgang Scharnowell an der Seitenlinie ließ sich erahnen, dass sich der Klassenprimus beim Tabellenelften durchaus schwer tat. Als Steffi Hergenröder im Trikot der SG Kunstadt/Weidhausen beispielsweise in der 38. Minute vom Siebenmeterpunkt zum 14:17 verkürzte und ihr Team danach weitere gute Einwurfchancen hatte, ging der Puls des Gästetrainers besonders nach oben. In dieser Phase des Spiels wackelte der spielstarke Spitzenreiter ein wenig, bewies aber in der Folge seine ganze Klasse.
Auf der Gegenseite hatten sich die Spielerinnen vom Obermain mit ihrer engagierten Leistung den Beifall der Zuschauer verdient. Wenngleich die Torausbeute recht mager ausfiel, präsentierte sich die heimische SG vor allem in der Offensive auffallend entschlossen - letztlich blieben aber doch zu viele Gelegenheiten ungenutzt.
Vor allem in der ersten Halbzeit lag das auch an Gästekeeperin Miriam Schneider, die gute Reaktionen auf der Linie zeigte. Im Angriff taten sich die Damen aus Mittelfranken gegen die gut gestaffelte Abwehr der SG Kunstadt/Weidhausen auffallend schwer.
Nach dem 2:3 (9.) stellten die Gäste ihre Offensivqualitäten doch noch eindrucksvoll unter Beweis. Der Ball lief schnell durch die Reihen, was vor allem an der wendigen Amelie Rapke lag, die zudem stets ein Auge für Bettina Schmidpeter hatte, die sich am Kreis immer wieder löste. Schwabach zog auf 2:6 (12.) davon und baute diesen Vorsprung zum Pausenstand von 9:15 aus.
In der zweiten Halbzeit merkte man schnell, dass Trainer Prediger seine Spielerinnen mit einem Master-Plan zurück auf das Feld geschickt hatte. Denn von nun standen die Gastgeberinnen näher bei ihren Gegenspielerinnen und störten deren Spielfluss. Steffi Hergenröder leistete dabei in der Defensive eindrucksvolle Arbeit, indem sie die Kreise von Spielmacherin Rapke einengte.
Vorne waren es neben Hergenröder vor allem Carolin Fichtel und Marion Held, die der zu diesem Zeitpunkt zögerlichen Abwehr Schwabachs immer wieder entwischten. Näher als auf 14:17 kam die heimische SG aber nicht heran.
Spätestens nach dem 15:20 (44.) hatten sich die Gäste wieder gefangen. Die Kunstadterinnen verkauften sich teuer, musste sich aber dennoch der geschlagen geben.
SG Kunstadt/Weidhausen: Dill/Pitterich - Hergenröder (9/7), Held (3), Fichtel (3), Lena Bauer (2), Schnack (2), Seufert, Huber, Röschlein, Lisa Bauer, Olk