Wenn an diesem Wochenende nach exakt sieben Monaten in Bayern wieder der Handball-Spielbetrieb aufgenommen wird, dann beenden auch die Landesliga-Frauen der SG Kunstadt-Weidhausen ihre corona-bedingte Auszeit. Dabei starten die Handballerinnen vom Obermain nicht nur mit einem neuen Trainer und frischen Kräften auf dem Feld, sondern auch mit jeder Menge Selbstvertrauen am Samstag (17.30 Uhr) bei der HSG Mainfranken in die neue Saison.

Landesliga Nord, Frauen

HSG Mainfranken - SG Kunstadt-Weidhausen

Gerade weil man in der letzten, Anfang März abgebrochenen Saison als Tabellenelfter die Liga nur schwerlich hätte halten können, ist die neue Spielrunde gleichsam auch eine zweite Chance, diesmal den Verbleib zu schaffen. Hoffnung setzt man dabei im Fanlager der SG vor allem auf den neuen Trainer Markus Büschel, der es nach seinem Amtseintritt im Juni sehr schnell geschafft hat, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen. "Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden, weil die Mannschaft von Anfang an hervorragend mitgezogen hat und vor allem durch die gute Trainingsbeteiligung den Grundstock für eine gute Saison gelegt hat", lobt der Neue an der Seitenlinie seinen in Teilen neu zusammengesetzten Kader. Grund zum Optimismus bietet dabei die Rückkehr von Elena Kerling an ihre alte Wirkungsstätte.

In den vergangenen Jahren sammelte die Spielmacherin reichlich Erfahrung bei HaSpo Bayreuth in der 3. Liga und Bayernliga. Sie, soll vor allem das Offensivspiel der SG spürbar beleben. Dass dies bereits in der Vorbereitung Früchte trug, belegten die starken Auftritte gegen Bezirksoberligisten, aber auch gegen die Bayernligisten aus Erlangen und Bayreuth. "Auch bei der körperlichen Fitness konnte die Mannschaft aufgrund der tollen Arbeit von Athletik-Coach Ron Freitag echte Fortschritte machen", lobt Trainer Büschel seine Mannschaft, die in den letzten Jahren nicht gerade als Trainingsweltmeister bekannt war.

Allerdings hat die SG mit Marion Held (Babypause), Torfrau Kristin Fritz (Auszeit) und Vanessa Staudt sowie Steffi Küb-rich, die beide zum TV Hallstadt gewechselt sind, auch personelle Verluste zu stemmen. Neben Elena Kerling sorgt hier neben Neuzugang Sophie Braun beispielsweise auch die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen wie Franziska Röschlein, Nora Glaß und Isabelle Redinger für Optimismus.

"Gerade wegen der eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten wird die Partie am Samstag in Kitzingen eine echte Standortbestimmung", sagt Trainer Büschel. Der Gastgeber galt in der letzten Saison eigentlich als sicherer Bayernliga-Anwärter, verspielte aber in den drei Partien vor dem Lockdown doch noch den Relegationsplatz. Für die Mainfranken lautet das Ziel aber auch deshalb "Tabellenspitze", weil sich die Mannschaft kaum verändert hat und somit weiter mit Melanie Meyer die überragende Offensivkraft der gesamten Liga in ihren Reihen weiß.

Dies bedeutet für die SG, dass sie am Samstag völlig unbekümmert aufspielen und ihre Spielstärke einem echten Härtetest unterziehen kann.