Die Winterpause der Bezirksoberliga verbrachte die erste Mannschaft des Schachvereins Seubelsdorf auf dem zweiten Platz, vom SC 1868 Bamberg II nur um einige Brettpunkte überboten. Zum Auftakt im neuen Jahr löste der SVS die Bamberger "Zweite" mit einem klaren Sieg über Kirchenlamitz und der 3:5-Niederlage des bisherigen Ersten gegen Michelau an der Spitze ab.
In der Bezirksliga bezwang der SSV Burgkunstadt den SK Mitwitz mit 6,5:1,5 und bleibt mit Sonneberg (1.) und Coburg an der Tabellenspitze.


Bezirksoberliga

SV Seubelsdorf -
SF Kirchenlamitz 6,5:1,5
Die unter Personalnot leidenden Kirchenlamitzer traten nur zu sechst an. In der vergangenen Saison war es den Seubelsdorfern einmal nicht gelungen, in gleicher Überzahl einen Wettkampf zu gewinnen. Aus Erfahrung klug geworden, nahmen die Gastgeber die Situation nicht auf die leichte Schulter. Zwar erhielten Hartmut Schmidt und Hans-Jürgen Drechsel ihre Punkte kampflos, an den übrigen Brettern knisterte es dafür jedoch geradezu vor Konzentration.
Der Seubelsdorfer Schüler Tobias Kolb durchlebte Höhen und Tiefen; zuletzt musste sich sein Gegner ins Dauerschach flüchten, wodurch die Partie mit einem fairen Remis endete. In ungebrochenem Stellungsgleichgewicht musste sich auch Matthias Bergmann mit einem Unentschieden begnügen.
Marko Hofmann ging wie gewohnt am Königsflügel und im Zentrum ohne Rücksicht auf Verluste vor - die sich aber gar nicht einstellten, da sein Opponent dem starken Druck nicht gewachsen war und kapitulierte.
Die kleinsten, aber durchaus wichtigen Steine hatten es Uwe Voigt diesmal besonders angetan: Er demolierte zunächst die Struktur der gegnerischen Bauern, um dann zwei von ihnen einzuheimsen und die feindlichen Truppen mit einem eleganten Bauernzug völlig lahmzulegen, wonach der Gewinn nicht mehr lange auf sich warten ließ.
Christian Gebhardt setzte die Seubelsdorfer Siegesserie fort: Mit einem Zentrumskonter gewann er eine Figur für einen Bauern und setzte diesen Materialvorteil überzeugend um.
Am Spitzenbrett versuchte sich Michal Michalek an einer aus dem Boxen bekannten Rechts-Links-Kombination: Einer Attacke auf der Königsseite folgte ein Invasionsversuch auf dem anderen Flügel. Doch wurde jede Initiative pariert und der Punkt daher geteilt. uv


Bezirksliga West

SK Mitwitz -
SSV Burgkunstadt 1,5:6,5
Da bisher lediglich ein Brettpunkt zur Tabellenspitze fehlte, wollten die Burgkunstadter mit einem klaren Sieg über den Tabellenvorletzten den Rückstand zu Sonneberg verkürzen. Zwar gelang der SSV ein klarer Sieg, doch Sonneberg kam kampflos zu einem 8:0 gegen Hollfeld/Memmelsdorf und vergrößerte den Vorsprung noch.
Andreas Rebhan schaffte durch eine entgegengesetzte Rochade den Raum für einen gelungenen Angriff, der nach dem Gewinn einer Leichtfigur und darauf folgenden Mattdrohungen zur Aufgabe von Friedrich Bürger führte. Auch Johannes Türk bereitete zielstrebig einen Königsangriff vor, gewann eine Leichtfigur von Gerhard Kohles, was in der Folge den Sieg bedeutete.
Glückloser agierte Tobias Bär. Unter der Hergabe einer Leichtfigur gewann er zwar zwei Bauern und baute Mattdrohungen auf. Aber Erich Pfeiffer wehrte diese ab, ergatterte eine Schwerfigur und damit den Sieg ergattern. Ein früher Damentausch und der Gewinn von zwei Bauern sollten Michael Wagner gegen Hubert Konradi zum Sieg reichen.
Durch einen Rochadeverzicht verschaffte sich Matthias Rotsch zwar einen Mehrbauern und ein starkes Mittelfeld; aber um den Preis einer konfusen Königsstellung und einem verzwickten Spielaufbau. Er behielt aber den Durchblick und holte sich neben einer Figur auch den Sieg über Gerhard Bürger.
Paul Öhrlein leitete im Spiel gegen Monika Hüttinger früh in ein Endspiel ein. Hier erkämpfte er sich einen Bauern nach dem anderen, so dass der Punktgewinn lediglich eine Frage der Zeit war.
Alle Schwerfiguren an den Rand! Durch diese Taktik schaffte es Thomas Barnickel, die Königsstellung von Arno Schardt zu pulverisieren.
Eine äußerst konfuse Stellung entwickelte sich am Spitzenbrett. Hier schaffte es Jens Güther zwischenzeitlich einen von drei Mehrbauern fast zur Umwandlung zu führen. Doch Uwe Pfadenhauer ging derweil auf Königsjagd aus, was am Ende zu einem Remis führte. bar